Wasserskilift-Betreiber planen "Aquapark" für Friedberger See: Stadträte sehen das Projekt kritisch

Aus Sicht der Stadträte ist der Friedberger See attraktiv genug und braucht keinen Aquapark. (Foto: Kristin Deibl)

„Dauergrinsen“ und „Lachattacken“ verspricht die Broschüre des „Aquapark Weimar“, also einer Art schwimmenden, aufblasbaren Parcours-Insel. Künftig soll so eine Aktionsfläche, wie es in einem anderen Flyer heißt, auf dem Friedberger See herumdümpeln – zumindest wenn es nach den Betreibern des Friedberger Wasserskilifts „Wake and Chill“ geht. In einer ersten Sitzung des Bauausschusses wurde nun deutlich, dass die Projektidee von den Stadträten eher kritisch gesehen wird.

Die Betreiberfirma plant eine Modernisierung der Wasserski-Anlage, die bereits 1969 eröffnet wurde. In diesem Rahmen soll die Ergänzung um einen Aquapark zusätzlich die Attraktivität des Sees erhöhen.
Die Plattform soll rund 600 Quadratmeter umfassen und von 75 Personen gleichzeitig genutzt werden können. Die Betreiber beziehen sich in ihrer Präposition auf bereits existierende Wasserparks wie zum Beispiel in Beckum und Weimar. Rutschen, Kletterwände und Wassertrampoline versprechen hier „Fun & Fitness“ und ein „einzigartiges Erlebnis für die ganze Familie“.
Geplant ist, die schwimmende Insel bereits zur nächsten Badesaison nördlich des Wasserlifts zu errichten. Vom Ufer aus soll die Attraktion über einen Steg erreichbar sein, auf welchem auch das Eintrittsgeld kassiert werden soll. Vorher müssen die Betreiber allerdings eine „wasserrechtliche Erlaubnis für die Gewässerbenutzung“ beim Landratsamt Aichach-Friedberg beantragen. Der Aquapark befände sich an dieser Stelle nicht mehr im Eigentums-Bereich der Stadt Friedberg, diese ist allerdings Betreiber des gesamten Bade- und Freizeitbereiches des Sees und gibt aus diesem Grund eine Stellungnahme zum geplanten Projekt ab.
In einer der Haupt-Diskussion vorangegangenen Bauausschusssitzung gaben deren Mitglieder eine erste Einschätzung des Vorhabens ab, die eher negativ ausfiel.
Die Stadträte bemerkten, der See würde nicht an Besuchermangel leiden – ganz im Gegenteil. Im Hochsommer bestünde bereits jetzt Parkplatzmangel und der Aquapark würde in seiner Gestaltung nicht in das Erholungsgebiet passen, welches am Friedberger See angestrebt würde. Eine endgültige Entscheidung des schwimmenden Freizeitparks steht also noch aus.
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