"Wir werden uns nicht einfach platt machen lassen": Ledvance-Mitarbeiter protestieren weiter

Die Mitarbeiter des Ledvance-Standorts Augsburg protestierten erneut gegen die Schließung. (Foto: Laura Türk)

Bei einer Protestkundgebung gegen die drohende Schließung des Augsburger Ledvance-Standortes rief die IG Metall die Beschäftigten am Montag erneut auf, nicht nachzugeben. Zum ersten Mal war bei diesem Termin auch Oberbürgermeister Kurt Gribl am Ledvance-Standort, und sprach den Angestellten seine Unterstützung zu.

Trotz zahlreicher Proteste gab die Geschäftsführung vor kurzem bekannt, sie würde an der geplanten Werkschließung auch weiterhin festhalten. „Heute klang sogar das Blasen in die Trillerpfeifen richtig traurig“, bemerkte Gribl in seiner Rede an die Angestellten, und rief sie auf, trotz der enttäuschenden Nachricht „nicht den Kopf in den Sand zu stecken“.

Stadt Augsburg will Entwicklung weiter verfolgen

Nirgendwo habe der Oberbürgermeister bisher erlebt, dass eine Belegschaft so viele neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt habe. Zehn Jahre lang habe sie versucht, das Unternehmen innovativer zu machen, doch sei damit bei den Geschäftsführern gegen eine Wand gelaufen

„Zu erwarten, dass wir einfach aufgeben, das kann man mit vielen machen, aber nicht mit uns Augsburgern, und nicht mit Osram.“, wurde er deutlich. „Wir werden als Stadt Augsburg auch den weiteren Weg des Werkes begleiten.“

Am Donnerstag protestiert Belegschaft in Garching

Für den folgenden Tag rief die IG Metall zudem zu einer Protestaktion vor der Ledvance-Unternehmenszentrale in Garching bei München auf. „Die chinesischen Investoren unterschätzen uns - wir werden uns nicht einfach platt machen lassen“, sagte Michael Leppek, Geschäftsführer der IG Metall Augsburg.

„Wir haben die besseren Argumente, und wir wehren uns. Seit über 110 Jahren gibt es Osram hier in Augsburg. Morgen fahren wir nach Garching, und zeigen den Geschäftsführern nochmal, was wir von ihren Plänen halten."
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