Wortschätzle 125 - Was send Wiebela, Riebela und Wuzela?

Es gibd scheenere Sacha fir a Fodo als Wuzela.
Higiäne, a schwäbischs Gebägg ond a Subbabeilag fir Faule.

„Was habds ihr drhoim fir a Word fir dia Wuzela, dia’s gibt, wenn ma mid dr Hand en dr Armbeug rum reibt, bis dia schwarze Wirschdla kommed?“ „So dreggad ben i ned, dass es bei mir so was gibt“, sogd mei schwäbische Kollegin aus Laupheim in fast manierlichem Hochdeutsch – vergebeds, d’Herkunfd herd ma eh, ond sie moind, i häd se gfroged, ob se dreggad wär. Nix han i erfahra, fir mi sends Wuzela, oder sends Wiebela?
Ja, dr Schwob hod abr des Word Wiebela fir a Gebäck aus em Hohenloescha scho reservierd, gmached wern se aus Bisquiddoig. Mid ra dünna Tülle zwoi gloine Dropfa vom Doig so aufs Blech gschbridzed, dass se a weng zammalaufed. Ibr Nachd oba rom bissle droggna lossa ond dann em Rohr rausbagga.
Wenn mer scho drbei send: Riebela send ja au zom Essa. Siaß aus Mirbdoig durch a grobe Reibe grieba auf da Blechkuacha als Streusel auf da Datschi drauf doa ond bagga – ja, ma ko se au mid dr Hand macha, i woiß. Salzig send Riebela abr a Subbabeilag, dia ma ausm feschda Nudldoig machd, den ma durch a Reibe durchdrugga muass – ma ko se gleich kocha en ra Bria odr auf em Duach droggna, aufheba ond schbädr erschd kocha – boides isch guad. Manche Schwoba saged, dia Eilag sei a „Faule-Weibr-Subb“. Abr no oifachr god ja a „eibrennde Mehlsubb“, aus ra oifacha hella Eibrenne: Buddrschmalz en da Dopf, mid Mehl schdeiba, leicht abbreina ond mit ra Bria aufriara ond kocha – je noch Luschd no greschde Brodwirfl driber – i fends faad, isch hald no aus dr Griagszeid ond drnoch.
Edzd derf ja au d’Brodsubb nemme fehla. Manche mached se aus em aldbackna Schwarzbrod, des ma agreschd mit Bria aufgossa hod, Gschneddre, also Zwiebelrehrla, driberd ond guad isch– ganz oifach.
Bei ons en dr Familie kenned mer d’Brodsubb andersch. Mehlige Kardoffl vom Vordag kommed gschnidda onda en dr Dopf nei, drauf wird ’s alde gschniddene Holzofabrod gleagd, Kimml, Corriandr ond Salz no nach Gschmagg drzua ond a bissle Pfeffr. Wasser odr Bria kommt so bis zur halbe Hehe en da Dobf nei ond dann weards langsam warm gmached. Abr Obachd: Ned glei kocha lossa ond nia umriara, sonschd brennds nei. Ganz zom Schluss werd erschd durchgriared. An Schlag vo deam digga Brei en dr Dellr, a Kuhle gmached ond an guada Schlugg kalde Milch neigossa. So issd mas bei ons – mei, wer’s mog, i duas. Es gibd hald verschiedene Gschmäggr, dia Subb erinnred mi ganz arg an mei
Groaßmuddr.
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