Angriff auf Parteibüro der Linken

Erneut gab es einen Angriff auf das Büro der Linken in der Altstadt. (Foto: Symbolfoto Christoph Maschke)


Augsburg: Zum wiederholten Male gab es einen Angriff auf das Büro der Linken am Mauerberg in Augsburgs Altstadt. Die Partei nutzt es gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl. Zwischen Donnerstag bis Samstagvormittag, 10 Uhr, ruinierte ein Unbekannter das Schloss mit Sekundenkleber.

Wie Frederik Hintermayr, der Kreisvorsitzende der Augsburger Linken, berichtet, war es bereits der dritte Angriff auf das Büro. Im vergangenen Jahr im Januar und März wurde ebenfalls jeweils die Tür verklebt, Einmal brachte der Täter zusätzlich Bauschaum aus. Auch diesmal wieder wird der Schaden mehrere Hundert Euro betragen, zumal nicht nur das Schloss, sondern auch sämtliche Schlüssel erneuert werden müssen.

"In dem Haus leben auch Leute. Diese sind verunsichert, wenn es immer wieder Angriffe auf das Büro im Erdgeschoss gibt, glaubt Hintermayr. Für Samstag hatte die Partei eine Unterschriftenaktion geplant, man will gegen den Pflegenotstand vorgehen. Diese Aktion musste nun entfallen. Damit die Polizei die Spuren sichern konnte, musste die Tür geschlossen bleiben.

"Natürlich müssen wir von einem politisch motivierten Angriff ausgehen. Angriffe wie dieser sind Teil der Strategie der Rechtsradikalen, ein Klima der Angst zu erzeugen und uns in der politischen Handlungsfähigkeit einzuschränken. Diese Einschüchterungsversuche werden jedoch keinen Erfolg haben."

Die stellvertretende Vorsitzende der Linken im Bundestags, Susanne Ferschl, die seit Anfang des Jahres ein Bürgerbüro in den Räumlichkeiten am Mauerberg unterhält, ergänzt: "Bundesweit werden Geschäftsstellen und Abgeordnetenbüros der Linken angegriffen. Solche Attacken sind nicht zu tolerieren und haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Sie sind ein Angriff auf unsere Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ich wünsche mir, dass die Ermittlungsbehörden diese Fälle ernst nehmen." Hintermayr berichtet, beinahe wöchentlich gebe es in Deutschland Angriffe auf Parteibüros, das betreffe nicht nur Einrichtungen der Linken.
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