Ankerzentrum in Donauwörth schließt: Jetzt ist auch eine neue Niederlassung in Augsburg geplant

Das Ankerzentrum in Donauwörth wird geschlossen. Stattdessen soll nun ein Behördenzentrum in Augsburg entstehen. (Foto: Archiv)

Das Ankerzentrum in Donauwörth schließt zum 31. Dezember. Das hat das Innenministerium im März beschlossen. Bislang war nicht klar, wo die Flüchtlinge künftig stattdessen unterkommen sollen. Nun hat die Regierung von Schwaben bekannt gegeben, wie es nach der Schließung weitergehen soll.

 
Künftig sollen anreisende Asylbewerber rund um die Uhr in einem neuen Behördenzentrum in der Stadt Augsburg aufgenommen und dort für maximal drei Tage zur Durchführung der ersten Verfahrensschritte des Asylverfahrens untergebracht werden, schreibt die Regierung in einer Pressemitteilung. Außerdem ist die Einrichtung mit 200 Notbetten für eine Kurzzeitunterbringung ausgestattet. 

In dem Behördenzentrum in der Aindlinger Straße sollen die Anker-Verwaltung der Regierung von Schwaben, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Zentrale Ausländerbehörde, eine Zweigstelle des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg sowie die Flüchtlings- und Integrationsberatung vertreten sein. "Daneben wird in der Einrichtung rund um die Uhr ein Sicherheitsdienst anwesend sein", heißt es in der Mitteilung. 

Vom Behördenzentrum aus sollen Asylsuchende dann entweder in eine andere für sie zuständige Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet oder zur weiteren Durchführung ihres Asylverfahrens in eine der schwäbischen Unterkunfts-Dependancen verlegt werden. Zu diesem Zweck ist unter anderem die Inbetriebnahme weiterer Unterbringungskapazitäten in Mering, Neu-Ulm, Augsburg und Kempten geplant. In Augsburg solle die Belegung der bestehenden UnterkunftsDependancen Inningen und Kobelweg unverändert bleiben, teilt die Stadt Augsburg mit. Diebestehende Gemeinschaftsunterkunft in der Berliner Allee soll zur Unterkunfts-Dependance umgewidmet und in ihrer Kapazität von 110 auf 200 Personen erweitert werden.

Dort sollen künftig Familien und alleinerziehende Mütter mit  schulpflichtigen Kindern untergebracht werden. Die Kinder gehen in dieser Einrichtung zur Schule.

Mit diesen Einrichtungen lasse sich der Wegfall der Bewohnerplätze des Donauwörther Standortes soweit kompensieren, dass auch künftig die im Regierungsbezirk Schwaben ankommenden Asylbewerber untergebracht werden können.

Die Auflösung des Donauwörther Standortes soll schrittweise bis zum Jahresende erfolgen. (pm)
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