"Augsburg in Bürgerhand": Bruno Marcon tritt als OB-Kandidat an

Im März stellte sich die Bürgerbewegung "Augsburg in Bürgerhand" vor. Bruno Marcon (zweiter von links) hat nun beschlossen, sich als Oberbürgermeister zur Wahl zu stellen. (Foto: Laura Türk)

Die Bürgerbewegung "Augsburg in Bürgerhand" tritt bei der Kommunalwahl 2020 zum ersten Mal an. Nun hat Bruno Marcon, der sich bewusst nicht als "Parteiführer" sieht, beschlossen, sich als Oberbürgermeister zur Wahl zu stellen.

Bei der Vorstellung der Bürgervereinigung im März war man sich noch nicht sicher, ob man einen OB-Kandidaten stellen würde. Doch es war klar: Wenn es einer macht, dann Bruno Marcon.

Der ehrenamtlich Engagierte ist in Augsburg kein Unbekannter, brachte er Oberbürgermeister Kurt Gribl 2015 doch eine schmerzhafte Niederlage ein: Ein von Marcon und weiteren Initiatoren veranlasster Bürgerentscheid stoppte die Fusion der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg mit Erdgas Schwaben. Gegner sahen in der Fusion den ersten Schritt zu einer Privatisierung der Stadtwerke.

"So etwas ist immer eine persönliche Entscheidung", erklärt Marcon. "Und die muss mit voller Überzeugung getroffen werden." Schließlich habe er aber entschieden, sich der Herausforderung zu stellen, "als Bürger der Stadt": "Ich will nicht nur kritisieren, sondern auch persönlich in die Verantwortung gehen."

Da er ehrenamtlich umfangreich aktiv ist, sei zusätzliche Arbeit kein Hindernis. Wichtig sei ihm in der Politik ein Stil, der nicht "auf die Herabwürdigung anderer abzielt." Man müsse klar und deutlich, aber respektvoll diskutieren. Das sei ihm schon im Rahmen des Bürgerentscheids wichtig gewesen, und das wolle die Bürgerbewegung auch weiterhin umsetzen. (lat)
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