Augsburger Vereine fordern 50-Meter-Becken

Augsburgs Wassersportler wünschen sich endlich ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken. Foto: photodeti,123rf.com (Foto: photodeti,123rf.com)

Schwimmer in Augsburg wünschen sich schon lange ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken. Die Fuggerstadt ist die einzige bayerische Großstadt ohne eine solche Sportstätte. 17 Vereine aus Augsburg und Umgebung mit fast 20 000 Mitgliedern haben sich daher zur Arbeitsgemeinschaft "50-Meter-Hallenbad für Augsburg" zusammengeschlossen und sich bereits im Februar an Oberbürgermeister Kurt Gribl gewandt. Nun wendet sich das Bündnis an Ministerpräsident Markus Söder und weitere Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung und des Landtages.

Bernd Zitzelsberger übergab kürzlich ein von ihm und den beiden anderen Sprechern, Angelika Lang und Knut Weise, unterzeichnetes Schreiben in der Staatskanzlei.

Darin heißt es unter anderem: "Wir sind sicher, dass davon nicht nur die Metropolregion Augsburg, sondern ganz Schwaben enorm profitieren wird." Im Anschluss sprach Zitzelsberger auch mit dem für Sport zuständigen Innenminister Joachim Herrmann. Dieser habe "eine wohlwollende Prüfung" zugesagt, erklären die Vereine.

30.000 Einwohner mehr, 1000 Quadratmeter Wasserfläche weniger

Die Sprecher der Arbeitsgemeinschaft weisen in ihrem Schreiben zudem darauf hin, dass das sanierungsbedürftige Augsburger Sportbad vor inzwischen bereits neun Jahren geschlossen wurde. "Es war nicht nur Trainingsort, sondern auch das soziale Zentrum der Augsburger Schwimm- und Wassersportvereine."

Inzwischen habe die Metropole Augsburg fast 30 000 Einwohner mehr, aber 1000 Quadratmeter Wasserfläche weniger.

Die 17 Vereine aus den Städten Augsburg, Bobingen, Friedberg, Königsbrunn und Stadtbergen hätten sich zusammengeschlossen, "damit die Metropole Augsburg ein 50-Meter-Hallenbad bekommt", betont die Arbeitsgemeinschaft.

"Sicherlich wird der Bau einer solchen Schwimmhalle für die Stadt Augsburg ein großer finanzieller Kraftakt werden. Daher möchten wir Sie schon heute herzlich um Ihre Unterstützung bitten. Wir sind sicher, dass davon nicht nur die Metropolregion Augsburg, sondern ganz Schwaben enorm profitieren wird, wo es bisher als einzigem Regierungsbezirk noch kein 50-Meter-Hallenbad gibt. Die Öffentlichkeit wird durch den Wegfall des Trainingsbetriebes in den Freibädern mehr Wasserfläche zur Verfügung haben, die Schulen, die Wasserrettungsorganisationen DLRG und Wasserwacht und auch die Vereine, die alle ehrenamtlich wertvolle Ausbildung von Nichtschwimmern leisten, haben mehr Wasserfläche und ganzjährig professionelle Trainingsmöglichkeiten." (pm/jaf)
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