Bezirk Schwaben berät über „Andere Leistungsanbieter“ und inklusives Wohnen: Innovative Projekte für Menschen mit Behinderung

Durch das Bundesteilhabegesetz wurde durch das Angebot „Andere Leistungsanbieter“ für Menschen mit Behinderungen, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, eine Alternative zur Werkstatt geschaffen. Andere Leistungsanbieter bieten berufliche Bildung oder Beschäftigung an, wie sie ansonsten in einer WfbM angeboten werden. Die dort beschäftigten Menschen mit Behinderungen haben dieselben Rechte, die sie auch in einer Werkstatt hätten. Drei Plätzen dieser Art stimmte nun der Sozial- und Psychiatrieausschuss des Bezirks Schwaben in seiner jüngsten Sitzung zu: Auf dem „Karibu Lern- und Erlebnisbauernhof“ in Sigmarszell gibt es Arbeitsmöglichkeiten in der Hauswirtschaft, der Tierpflege und im pädagogischen Bereich für Menschen mit Behinderung. Die Betreiberin des Hofes ist ausgebildete Landwirtin und Sozialpädagogin und bringt daher auch die fachliche Qualifikation mit. Eine junge Frau mit geistiger Behinderung hat dort bereits ihren Berufsbildungsbereich absolviert und sich insbesondere bei der Betreuung von Kindern mit Behinderung, die mit inklusiven Gruppen das Angebot des Hofes wahrnehmen, bewährt.
Ein Projekt des inklusiven Wohnens wird vom Bezirk Schwaben durch Innovationsmittel unterstützt: Die Stiftung St. Johannes bietet in Augsburg seit einigen Monaten eine Wohngemeinschaft für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf an. Aufgrund des guten Zuspruchs zu der Wohnform wird der Bezirk Schwaben den Ausbau des „Inklusiven Wohnens“ bei der Stiftung für weitere zwei Jahre durch die Mitfinanzierung der Projektleitung unterstützen.
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