"Blaulichttag" der Jungen Union - Einsatz bei der Feuerwehr

Großes Interesse an der Arbeit der Feuerwehr Neusäß zeigten Landtagsabgeordneter Johannes Hintersberger, Landrat Martin Sailer, Bürgermeister Richard Greiner, Bezirksvorsitzende Ruth Hintersberger und stellvertretender Kreisvorsitzender Jonas Deuringer.
Dem Thema „Blaulichttag“ folgend informierte sich der CSU-Nachwuchs bei der Berufsfeuerwehr in Augsburg und der Freiwilligen Feuerwehr in Neusäß über deren Arbeit. Im Mittelpunkt standen dabei Einblicke in den Arbeitsalltag der Einsatzkräfte, aber auch damit verbundene Probleme wie die wachsende Gewaltbereitschaft gegenüber diesen. Neben der Augsburger JU Chefin und Bezirkstagslistenkandidatin Ruth Hintersberger und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der JU Augsburg-Land Jonas Deuringer, waren auch Landrat Martin Sailer, Landtagsabgeordneter Johannes Hintersberger und Stadtrat Andreas Jäckel dabei. 

Bei einem zweistündigen Rundgang durch das Feuerwehrhaus in Augsburg erläuterte Herr Hölzel ausführlich die Aufgaben der Hauptamtlichen Kräfte und gab den rund 30 Besuchern einen Einblick in den Fuhrpark. Dabei ging er auch auf die Beschaffung und die technischen Möglichkeiten der Fahrzeuge ein. In der Notruf-Leitstelle stellte sich Günter Bugar den Fragen der Jungpolitiker. Ein Schwerpunkt der sich anschließenden Diskussion war die Sorge darüber, dass Einsatzkräfte immer öfter Beleidigungen, Beschimpfungen und körperlicher Gewalt ausgesetzt seien. „Gewalt und Gewaltbereitschaft gegen Feuerwehrmänner und –frauen nehmen ebenso zu wie Handgreiflichkeiten und Pöbeleien gegen Rettungskräfte, Sanitäter und die Polizei“, so Hölzel.

„Der gesellschaftliche Konsens, wie man sich zu verhalten hat, scheint zu schwinden. Hier muss der Staat mit aller Härte durchgreifen und diejenigen schützen, die für die Sicherheit anderer da sind. Die härteren Strafen, die auf Bundesebene durchgesetzt wurden, sind ein wichtiges Signal. Wir brauchen also beides“ so Johannes Hintersberger “Null Toleranz gegenüber Straftätern, aber auch eine Bevölkerung, die an der Seite der Rettungskräfte steht. Wir müssen wieder mehr hinschauen.“
Darüber hinaus sei es wichtig, bei den Bürgern das Bewusstsein dafür zu schärfen, was Aufgabe der verschiedenen Blaulichtorganisationen sei, berichtet Günter Bugar. Immer häufiger würde die Feuerwehr auch in Fällen gerufen, bei denen man sich früher auch einfach selbst geholfen hat. Natürlich komme man lieber einmal mehr als einmal zu wenig, aber wenn man zunehmend Aufgaben übernehmen muss, die eigentlich nicht in das Aufgabengebiet gehören, würden auch die Einsatzkräfte stark belastet.
„Noch ein Grund mehr, die Freiwilligen Wehren zu unterstützen. Insbesondere denke ich da natürlich an die Aktivitäten eine Freiwillige Feuerwehr in Lechhausen zu implementieren. Das der bereits vor Jahren gegründete Verein nach wie vor vom Ordnungsreferat keine Unterstützung erhält ist angesichts der Leistungen die der Verein in Jugendarbeit und der Stadtteilarbeiten bereits jetzt schon leistet, nicht weiter hinnehmbar!“ so Ruth Hintersberger.

Im Anschluss an die Besichtigung in Augsburg führte der "Blaulichttag" in die Kommandozentrale der Freiwilligen Feuerwehr Neusäß. Gemeinsam mit Bürgermeister Richard Greiner und dem Neusässer Stadtrat Jörg Röhring erläuterten die Kommandanten die immer größer werdenden Aufgaben- und Verantwortungsbereiche der Wehren.
Die Feuerwehr Neusäß unterstützt immer häufiger die Einsatzkräfte der umliegenden Gemeinden. Ein großes Problem stellt insbesondere die Organisation des Bereitschaftsdiensts dar, da die Arbeitsstätten der Ehrenamtlichen seltener vor Ort liegen. Hier gilt es, auch in den Stadtverwaltungen innovative und neue Wege zu gehen, um das Ehrenamt zu fördern. So promotet die Stadtverwaltung Neusäß bei der Bewerberauswahl die Feuerwehr in Neusäß und gewährt gegebenenfalls Mitgliedern in einer der Wehren den Vortritt, erklärt Richard Greiner in der Diskussion mit den Jungpolitikern.
„Mit über 30 Jugendlichen haben wir das Privileg, uns keine Nachwuchssorgen machen zu müssen! Im Rahmen des freiwilligen Diensts, der täglichen Bereitschaft und den wöchentlichen Übungen werden Kameradschaft und Sport in Neusäß besonders groß geschrieben. Das lässt Freundschaften entstehen, die einen hohen Wert für eine lange Bindung an unseren Verein haben. Trotzdem müssen wir uns gemeinsam Gedanken machen, wie wir uns als Freiwillige Feuerwehr künftig aufstellen," sagt Röhring und nimmt damit Bezug auf das anstehende geplante neue Feuerwehrgebäude, das den Ehrenamtlichen an den heutigen Bedarf angepasste Möglichkeiten bieten wird.

Das gemeinsame Ziel, sich für die Mitmenschen einzusetzen, verbindet alle Blaulichtorganisationen und dieser Teamgedanke ist in den vergangenen Jahren noch einmal gewachsen.“ so Ruth Hintersberger, die sich bereits auf den nächsten Blaulichttag zum Thema „Rettung“ freut.
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