Bruno Marcon möchte OB von Augsburg werden

Will als Oberbürgermeister kandidieren: Bruno Marcon. (Foto: Foto: David Libossek)
Augsburg:  „Es bereitet mir Sorge, dass unsere Stadt noch nie so hoch verschuldet war wie heute, die Wohnpreise explodieren, immer mehr Menschen durch Unternehmensstilllegungen ihre Arbeit verlieren, die Schere zwischen Arm und Reich stetig auseinandergeht, die Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen wachsen, auch der Verkauf und die Privatisierung unserer Daseinsvorsorge droht. Wir müssen feststellen, dass der Stadtregierung Lösungskompetenzen fehlen, die Stadtfinanzen an die Wand gefahren werden.“
Mit diesen Worten leitete Bruno Marcon auf einer Unterstützerversammlumg der Bürgerbewegung „Augsburg in Bürgerhand“ seine Ankündigung ein, bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl als Kandidat anzutreten. „Meine zahlreichen Erfahrungen in Bürgerbewegungen und in ehrenamtlicher Arbeit möchte ich einbringen, um eine kommunale Bürgergesellschaft zu verwirklichen.“
Das verantwortungslose Handeln der Stadtregierung solle gestoppt, die Stadt und deren Entwicklung in die Hände der Bürger gelegt werden. Bruno Marcon war noch in keiner Partei Mitglied. Beteiligt war er an diversen Bürgerbegehren, etwa gegen den Verkauf des Siebentischwalds und gegen Wasserprivatierung, gegen den Bau eines Großkraftwerks in Lechhausen und gegen den Einstieg eines Energiekonzerns in die Stadtwerke. In einer erfolgreiche Klage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof konnte Marcon mit seinen Mitstreitern Bürgerrechte durch Bürgerbegehren entscheidend erweitern. Der 65-jährige, gebürtige Mannheimer hat am Aufbau der „Solidarischen Landwirtschaft Augsburg“ maßgeblich mitgewirkt, ist Vorstand des Öko-Sozial Projekts, Vortstandsmitglied in der Baum-Allianz-Augsburg und arbeitet in der globalisierungskritschen Bewegung Attac mit. Der Vater von zwei Töchtern ist gelernter Maschinenschlosser. Später holte er sein Abi nach und studierte Psychologie.
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