Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr fordert Spurwechsel

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr begrüßt, dass sich die Koalitionsspitzen gestern geeinigt haben, im September das Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen. „Deutschland ist ein Einwanderungsland. Die SPD fordert seit langem ein Einwanderungsgesetz, damit die Einwanderung klar und rechtsstaatlich geregelt wird. Es ist höchste Zeit, dass wir gleich zu Beginn nach der Sommerpause einen Meilenstein setzen. Ich betone aber ausdrücklich, dass es genauso wichtig ist, all den Ausländern, die hier gut integriert sind und unser Land als Pfleger, Erzieher oder andere Fachkräfte bereichern, ebenfalls eine sichere Bleibeperspektive anzubieten – gerade auch den Flüchtlingen, die eine Ausbildung absolvieren oder eine Ausbildung absolvieren könnten! Denn im Moment werden oft die falschen Menschen abgeschoben. Den sogenannten Spurwechsel, nämlich abgelehnten oder geduldeten Asylbewerbern den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, befürworte ich. Es entbehrt jeglicher Logik, ausländische, gut integrierte Fachkräfte wegzuschicken, wenn sich auf der anderen Seite der Fachkräftemangel verstärkt.“

Ulrike Bahr hat sich wiederholt mit diesem Thema beschäftigt, so steht sie unter anderem auch mit der IHK Schwaben über den lokalen Fachkräftemangel und Flüchtlinge in Ausbildung im Austausch. „Nicht nur in der Wirtschaft wird zurecht kritisiert, dass gut ausgebildete und gut integrierte Asylbewerber abgeschoben werden“, so Bahr.

Aus aktuellem Anlass wird Ulrike Bahr zu diesem Thema auch den SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil Mitte September in Augsburg begrüßen. Der geplante Termin wird öffentlich stattfinden. Bei Interesse wird darum gebeten, sich an das Abgeordnetenbüro von Ulrike Bahr zu wenden, telefonisch unter 0821 – 650 5440 oder per Email an ulrike.bahr.wk@bundestag.de

Ulrike Bahr

Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr, Jahrgang 1964, ist seit über 30 Jahren politisch aktiv. Anfang der 80er Jahre kämpfte sie in ihrem Heimatort Wemding bei Nördlingen erfolgreich für ein Jugendhaus. 1986 trat sie in die SPD ein, gründete während ihres Pädagogikstudiums in Augsburg die GEW Hochschulgruppe. 2002 wurde sie Stadträtin, 2008 stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Seit 2010 ist sie Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Augsburg, seit 2017 Vorsitzende des SPD-Bezirks Schwaben. Seit Oktober 2013 gehört Ulrike Bahr dem Deutschen Bundestag an und ist Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Mitglied im Unterausschuss für Bürgerschaftliches Engagement. Zu Ihren Fachgebieten gehören weiterhin die Mehr-Generationen-Häuser sowie die Kinder- und Jugendhilfe, Strategien gegen Rechtsextremismus und Demographischer Wandel. Von 1991 bis 2013 war sie Hauptschullehrerin an verschiedenen Schulen in Augsburg und der Region.
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