Das Recht auf Wohnen

Eine Podiumsdiskussion über den Wohnungsmangel findet am Dienstag, 25. September, im Haus St. Ulrich statt. Foto: Bernhard Gattner


Der Caritasverband für die Diözese Augsburg lädt im bayerischen Wahlkampf zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Dienstag, 25. September, um 19 Uhr in das Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, ein. "Das Thema 'Jeder Mensch braucht ein Zuhause' beschäftigt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon seit längerem. Wirkliche Lösungen wurden aber bislang nicht gefunden", so Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg. "Es verspricht deshalb eine spannende Diskussion zu werden."

Es geht um den Wohnungsmangel, die viel zu wenigen Sozialwohnungen und die sich daraus ergebenden sozialen, soziologischen und politischen Folgen sowie die Forderungen auch der Caritas an die Politik. Die Gäste am Podium sind neben dem Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher, die Politikerinnen Dr. Simone Strohmayr (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der bayerischen Landtagsfraktion und frauenpolitische Sprecherin der SPD), Stephanie Schuhknecht (Landtagskandidatin Bündnis 90/Die Grünen), Staatssekretär (a.D.) Johannes Hintersberger (Mitglied des Bayerischen Landtags (CSU) und Stadtrat in Augsburg), der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Johann Häusler, Jörg Scheuermann, verantwortlich für die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern, und Thomas Weiand (Geschäftsführender Vorstand des Mietervereins Augsburg e. V.) Die Spitzenkandidatin der Grünen Katharina Schulze hat leider abgesagt.

Das Recht auf Wohnen ist als Menschenrecht im "Sozialpakt der Vereinten Nationen" ebenso verankert wie in der Europäischen Sozialcharta. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland betont das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip. Dass dieses Recht auf Wohnen für alle Menschen eingelöst wird, ist dennoch nicht selbstverständlich: In vielen Regionen Deutschlands mangelt es an bezahlbarem Wohnraum, auch in Augsburg wie in ganz Bayern. Bezieher von Arbeitslosengeld II, Alleinerziehende mit Grundsicherungsbezug, psychisch kranke, wohnsitzlose Menschen, ältere Menschen im Bereich der Grundsicherung und kinderreiche Familien leiden unter dieser Not in besonderer Weise. Die Wohnungsnot trifft auch anerkannte Flüchtlinge. Die Caritas in Deutschland widmet sich in diesem Jahr mit ihrer Kampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" (www.zuhause-fuer-jeden.de) dem Thema der Wohnungsnot in Deutschland. Teil der Kampagne ist die Podiumsdiskussion am 25. September in Augsburg.

von LeserReporter

Bernhard Gattner
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.