Demonstration zum Tierqual-Skandal: V-Partei fordert Schließung des Betriebs

Nach der Aufdeckung schwerster Tierquälerei im Allgäuer Milchbetrieb „Franz Endres“ in Bad Grönenbach organisiert die V-Partei³ am Sonntag, 14.07.2019, eine Demonstration gegen die skandalösen Zustände bei der „Produktion“ von Milch. Die vegane Partei fordert die sofortige Schließung des Großbetriebs: „Wir dürfen nicht länger wegsehen, Tiere sind keine Ware. Kühe sind genauso fühlende, individuelle Lebewesen wie unsere Hunde und Katzen. Und die Verbraucher haben ein Recht darauf, zu erfahren, was in diesen Betrieben vor sich geht“, sagt Jenny Scheiba, Vorsitzende der V-Partei³.

Pikant: Der Tierqualbetrieb hat allein im vergangenen Jahr fast 150.000 Euro an EU-Agrarsubventionen erhalten hat. „Steuerzahler finanzieren diese Tierquälerei sogar zwangsweise mit“, so Roland Wegner, Vorsitzender der V-Partei³, „hier ist also nicht nur sofortiges juristisches, sondern politisches Handeln angezeigt!“ Neben der Schließung des konkreten Betriebs dürfen Großbetriebe der Massentierhaltung nicht mehr subventioniert werden, stattdessen müssen EU-Subventionen verantwortungsvolle Landwirte unterstützen, die nachhaltig und biologisch anbauen.

Die Demonstration startet am 14.07. um 12 Uhr am Marktplatz in Bad Grönenbach. Erwartet werden derzeit mehrere hundert Teilnehmer. Vom Markplatz aus ziehen die Demonstranten zum ca. 2 km entfernten Betrieb für eine Kundgebung. Im Anschluss endet die Demonstration wieder am Marktplatz, wo die V-Partei³ dem Bürgermeister von Bad Grönenbach drei Bio-Haselnusspflanzen überreichen möchte – als Zeichen für gesunde und nachhaltige Alternativen zur Massentierhaltung, die auch für eine hohe Nitratbelastung im Boden sorgt. Die V-Partei³ ruft alle Teilnehmer ausdrücklich zu einem friedlichen Protest auf und bedankt sich bei den Behörden für die Zusammenarbeit.

Hintergrund:

Undercover-Ermittler der „Soko Tierschutz“ hatten die massive Tierquälerei in einem der größten Milchbetriebe Deutschlands dokumentiert. Im Allgäuer Milchbetrieb „Franz Endres“ im Kurort Bad Grönenbach wurden demnach Milchkühe geschlagen, getreten, mit einem Fahrzeug durch den Stall geschleift und sogar mit einem Bolzenschussgerät und spitzen Gegenständen schwer verletzt. Die V-Partei³ fordert sofortige juristische und politische Reaktionen.

40 Prozent des jährlichen Gesamtbudgets der Europäischen Union sind derzeit Agrar-Subventionen, die Großbetriebe bevorzugen. Je größer der Betrieb, desto höher die Subventionen. Von den 58 Milliarden Euro gehen ca. 6 Milliarden Euro nach Deutschland. Dabei wird die Nachhaltigkeit eines Betriebes nicht berücksichtigt. Kontrollen der Betriebe finden nur stichprobenartig und mit Vorankündigung statt, im Schnitt pro Betrieb sogar nur alle 17 Jahre.

Wie kann man als Verbraucher langfristig die Tierqual von Kühen ausschließen? Auf Milch-Alternativen umsteigen, z.B. Hafermilch. Pflanzendrinks sind heutzutage in allen Supermärkten und Drogerien in verschiedensten Sorten erhältlich.

Über die V-Partei:
Die V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer – wurde am 30.04.2016 in München gegründet, um sich für Veränderung, Verantwortung und Vernunft einzusetzen. Das dreimalige V symbolisiert die inhaltliche Vielfältigkeit der hellgrünen Partei, die sich nicht auf ein einziges Thema beschränken lässt. „Wir lieben das Leben“ ist das Motto, die Inhalte richten sich ganzheitlich an diesem Leitsatz aus. Gleichberechtigte Bundesvorsitzende sind der Diplom-Verwaltungswirt Roland Wegner (FH), 43, aus Augsburg und Jenny Scheiba, 29, aus St. Peter-Ording. Nicht nur ca. 10 Millionen Vegetariern (inkl. Veganern) in Deutschland kann die V-Partei³ eine politische Vertretung bieten, indem sie die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum rückt und sich für die Rechte der Tiere einsetzt. Auch wer Veränderung in Gesellschaft und Politik anstrebt, weil der Klimawandel voranschreitet und die primäre Orientierung der Wirtschaft an Gewinnmaximierung ein veraltetes Lebensmodell darstellt, findet in der V-Partei³ seine politische Heimat. Die V-Partei³ hat bereits über 1.500 Mitglieder und konnte bei der vergangenen Bundestagswahl über 64.000 Stimmen auf sich vereinen.
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