Die Ausschussgemeinschaft fordert Konzept zur Nutzung der Halle 116

Die Ausschussgemeinschaft von Freie Wähler, Die Linke, ÖDP und Polit-WG fordert die Stadt auf ein Konzept zur Nutzung der Halle 116 rasch zu erstellen.
Die einzelnen Punkte des Antrags lesen sich wie folgt:

  • Die Verwaltung der Stadt Augsburg erstellt bis spätestens nächstes Frühjahr ein Konzept, um mit der Nutzung der Halle 116 als Gedenk- und Lernort zu beginnen.
  • Der weitere Ausbau bzw. weitere Nutzungsmöglichkeiten sollten in einem Stufenplan bis zum Sommer 2019 skizziert werden.
  • Das Konzept muss unter Beteiligung der „Initiative Gedenkort Halle 116“ und weiterer interessierter Bürger erstellt werden.
  • In Anbetracht des bevorstehenden 75-jährigen Jubiläums des Kriegsendes 1945 im Jahr 2020 muss schnellstens ein Zeitplan (GANTT-Diagramm) und ein Organigramm erstellt werden, in dem der zeitliche und organisatorische Ablauf für die Errichtung des Gedenk- und Lernorts Halle 116 zu erkennen ist.
  • Die Frage der Trägerschaft und ihre Organisationsform muss beantwortet sein, um nach den verschiedensten auch internationalen Fördermöglichkeiten eines solchen Gedenk- und Lernortes zu recherchieren.
  • Es ist die Frage nach einer möglichen Beteiligung des Bezirks (weiterer KZ Außenlager) zu prüfen und zu beantworten.
  • Es ist die Frage nach einer möglichen Beteiligung betroffener des NS Terrors (Jüdische Gemeinde, Sinti und Roma, Politischer Widerstand, Zwangsarbeiter …) zu prüfen und zu beantworten.
  • Die nach Augsburg kommende Außenstelle der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit soll samt Seminarräumen für die politische Bildungsarbeit in der Halle 116 untergebracht werden.
  • Die mögliche Kaufpreisermäßigung bei einer kompletten Überführung der Halle 116 in Gemeinbedarf ist gemäß der Ankündigung der Bundesregierung durch die Verwaltung zu prüfen.
  • Die Offenlegung der Berechnung des Kaufpreises durch die AGS.

Diese Forderung begründen die sechs Stadträte damit, dass die Halle 116 ein bundesweit einzigartiges Zeugnis militärischer Zweckbauten ist mit einem besonders schrecklichen Kapitel während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Damit die Halle in ihrer historischen Gestalt als Ganzes sinnvoll als Gedenk- und Lernort verwendet werden könne, müsse diese Verwendung planvoll organisatorisch vorbereitet sein. Da im Jahr 2020 der 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs ist, wäre eine umsetzungsreife Planung bis zu diesem Zeitpunkt wünschenswert. Damit dieses Ziel zu erreichen ist, sind die im Antrag genannten Punkte zügig umzusetzen.

Die Ausschussgemeinschaft sieht in der Ansiedlung der geplanten Außenstelle der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in der Halle 116 eine organische Verbindung von Bildungsauftrag und historisch einmaligen Gedenkort.
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