Doch Millionen für das Holbein-Gymnasium? CSU fordert Mittel für Generalsanierung

Im Juni erfuhr das Holbein-Gymnasium, dass eine bitter nötige Generalsanierung womöglich doch nicht stattfinden würde. In einem Antrag fordert die CSU-Stadtratsfraktion nun 2,5 Millionen Euro für die Schule. (Foto: Paul Hofmeister)

Die Augsburger CSU-Stadtratsfraktion hat nun in einem Antrag zusammengefasst, welche finanziellen Mittel sie für das sanierungsbedürftige Holbein-Gymnasium in den nächsten Jahren zur Verfügung stellen will. Insgesamt 2,5 Millionen Euro fordert die Fraktion für die Schule bis 2023, und widerspricht damit direkt der Beschlussvorlage des CSU-Bildungsreferenten Hermann Köhler vom Juni dieses Jahres.

Laut dieser sollte die 2017 beschlossene Generalsanierung des Gymnasiums, für die rund zwei Millionen Euro vorgesehen waren, nämlich vorerst auf Eis gelegt werden. Lediglich die 150 000 Euro, die für die Planung der Sanierung veranschlagt waren, sollten "für die Umsetzung einer konkreten baulichen Maßnahme an der Schule verwendet werden". Widerstand gegen diese Beschlussvorlage regte sich in allen Stadtratsfraktionen - sogar in Köhlers CSU.

Bevor das Thema im Bildungsausschuss der Stadt behandelt wurde, stellte die Fraktion den Antrag, stattdessen einen Stufenplan für die Sanierung zu entwickeln. Im Ausschuss selbst meldeten SPD, Grüne und Pro Augsburg Beratungsbedarf an. Die Abstimmung über Köhlers Beschlussvorlage wurde vertagt. Die nächste Sitzung des Bildungsausschusses findet am 1. Oktober statt. Bisher steht das Thema Holbein-Gymnasium an diesem Termin allerdings nicht auf der Tagesordnung.

Gestern beantragte die CSU nun, weitere Planungs- und Sanierungsmittel in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro in die Nachtragsberatungen des Doppelhaushaltes sowie das Investitionsprogramm der Stadt miteinzubeziehen. In Gesprächen mit der Schule habe man einen Stufenplan erstellt, der die Generalsanierung im Auge behalte, gleichzeitig aber auch Sofortmaßnahmen möglich mache.

Dem CSU-Antrag zufolge sollen zusätzlich zu den 150 000 bereits verankerten weitere 130 000 Euro für die Ausstattung der Fachräume, Akustikdecken und IT-Einrichtung veranschlagt werden. Für den Nachtragshaushalt 2020 beantragt die Fraktion weitere Planungsmittel in Höhe von 350 000 Euro sowie Mittel für "konkrete Teilmaßnahmen", etwa die Erneuerung der Fenster, in Höhe von 600 000 Euro.

Für das Investitionsprogramm der Jahre 2022 und 2023 fordert die CSU schließlich 450 000 Euro für die Sanierung von Sanitäranlagen und 950 000 Euro für die Instandsetzung der Turnhalle im Altbau.
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