Ferkelkastration: Ausschussvorsitzender Gerig lehnt Annahme von 150.000 Unterschriften der V-Partei³ bislang ab!

Am kommenden Donnerstag entscheidet der Deutsche Bundestag über die Verlängerung der 5-jährigen Übergangsfrist, die den Landwirten erlaubt, weiterhin männliche Ferkel betäubungslos und unter fürchterlichen Schmerzen zu kastrieren. Die Agrarlobbyisten wollen mit Unterstützung der GroKo und der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner an der tierverachtenden Praxis weitere zwei Jahre festhalten und die bereits gültige gesetzliche Regelung vom aktuellen Bundestag kassieren lassen.

Die V-Partei³ trat vor zwei Wochen mit dem Wunsch an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft heran, die Petition gegen die Ferkelkastration vor der dazu stattfindenden Anhörung (Montag, 26.11.2018) den Verantwortlichen zu übergeben. Der Ausschussvorsitzende, Alois Gerig (CDU), selbst Landwirt, lehnte dies bislang jedoch ab.

Stattdessen wurde die V-Partei³ an nicht an der Entscheidung beteiligte Mitarbeiter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verwiesen. Ein zugesagter Termin für den Standort Bonn des zweigeteilten Ministeriums wurde dann einen Tag zuvor kurzfristig auf Berlin verlegt, was angesichts Logistik und Presseinformation für die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer nicht umsetzbar war. Ein Ersatztermin wurde erst für die Zeit nach der öffentlichen Anhörung angeboten.


Roland Wegner startete die Petition gegen Ferkelkastration
Roland Wegner, der Starter der Petition, kritisiert dieses Verhalten und auch das Thema insgesamt scharf. “CSU/CSU und SPD haben seit dem entsprechendem Bundestagsbeschluss fünf Jahre Zeit gehabt, die Voraussetzungen für das Verbot betäubungsfreier Ferkelkastration bis zum 01. Januar 2019 zu schaffen. Dieses vorsätzliche Versagen zeigt sich auch in der Arroganz, wie man 150.000 Willensbekundungen begegnet! Das beschädigt das Vertrauen in die Demokratie”, so der Bundesvorsitzende der V-Partei³.

Für ihn ist die Woche der Entscheidung sowieso eine Farce. “Die anzuhörenden Experten wurden mehrheitsmäßig so benannt, dass die Meinung der GroKo und damit der Agrarlobby bestärkt wird. Keine der bekannten Tierrechtsorganisationen darf sich öffentlich gegenüber den Entscheidungsträgern äußern (siehe unten). Da verwundert es nicht, dass man auch der V-Partei³ mit ihrer revolutionären “Agraragenda2030″ und den 150.000 Petitionsunterzeichnern im Rücken keine Plattform bieten möchte”, so Roland Wegner, Hobbylandwirt einer bioveganen Haselnussplantage.

“Barbarischer Umgang mit Lebewesen”


Jennifer Nielsen, Bundesvorsitzende der V-Partei³
“Deutschland wird sich so seinen Rang als billigster Schweinefleischproduzent der Welt erhalten. Der barbarische Umgang mit den Lebewesen, die Belastung unseres Trinkwassers, für deren Nitratüberschreitung Deutschland nach EUGH-Rechtsprechung auch noch Strafzahlungen leisten muss und der von der Massentierhaltung mitverursachte Klimawandel spielt für die von der Agrarlobby beeinflussten CDU/CSU/SPD-Regierung keine Rolle”, so Jennifer Nielsen, gleichberechtigte Bundesvorsitzende der V-Partei³, die die Verbraucher*innen dazu aufruft, kein Fleisch mehr zu konsumieren.

Hier geht’s zur Online-Petition: https://www.change.org/p/ende-der-ferkelkastration





Info: Folgende Interessensvertreter wurden zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft geladen:
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) , Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS), Deutscher Bauernverband e. V. (DBV) Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Tierschutz und Tierhaltung , Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. (TGD)
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