Friedlicher Protest gegen AfD-Parteitag in Augsburg: "Wichtig, sich zu engagieren"

Als Frauke Petry 2016 im Augsburger Rathaus sprach, protestierten rund 3500 Menschen auf dem Rathausplatz. Zum Bundesparteitag der AfD sind ebenfalls mehrere Kundgebungen angekündigt.

Zum AfD-Parteitagswochenende am 30. Juni und 1. Juli wird es mehrere Kundgebungen und Demonstrationsmärsche geben, um ein Zeichen für Offenheit und gegen Ausgrenzung auszusenden. Das Augsburger Bündnis für Menschenwürde setzt auf friedlichen Protest.

Bunt soll der Protest sein, gerne auch laut, aber vor allem gewaltfrei. Das wünscht sich Matthias Lorentzen vom Bündnis für Menschenwürde, das die Kundgebungen gegen den Bundesparteitag der AfD mitorganisiert. Vor autonomen Gruppen hat er keine Angst. "Wir hoffen und gehen davon aus, dass alles friedlich bleibt", sagt er. "Wir tun alles dafür, dass die Demonstrationszüge ein positives Zeichen für die Friedensstadt Augsburg setzen."

Schließlich habe Augsburg schon mehrmals gezeigt, wie man gegen rechte Hetze und für die offene Gesellschaft mobil mache. Lorentzen erinnert etwa an die Mahnwache 2016, als 3500 Menschen auf dem Rathausplatz zusammenkamen, um friedlich gegen den Neujahrsempfang der AfD mit der damaligen Partei-Chefin Frauke Petry zu demonstrieren.

Warum ist Protest gegen den AfD-Parteitag wichtig?

Auch jetzt sei es wichtig, "sich zu engagieren, für eine offene Gesellschaft, für den Rechtsstaat und für das Grundgesetz", sagt Lorentzen. Warum Protest gegen die AfD-Veranstaltung daher wichtig ist? "Fast 50 Prozent der Augsburger haben einen Migrationshintergrund. Augsburg ist vielfältig. Und die Menschen leben hier friedlich zusammen. Die AfD stellt nicht nur diese Offenheit in Frage, sondern auch die Grundsäulen unserer Demokratie", erklärt er. "Die AfD hat rechtsextreme Mitglieder, von denen sich die Partei nicht distanziert. Dafür muss die Partei insgesamt kritisiert werden."

"Ja, sie haben ein Recht auf ihren Parteitag. Gleichzeitig haben aber auch alle, die inhaltlich anderer Meinung sind, das Recht, friedlich gegen den Parteitag zu demonstrieren."
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