Gaswerk: In einem Jahr zieht die Bühne ein

Das Ofenhaus auf dem Gaswerk-Gelände befindet sich zur Zeit im Umbau. Ab Januar 2019 soll es Interimsspielstätte des Theaters werden. (Foto: David Libossek)

Augsburg. Die Bauarbeiten auf dem Gaswerk-Areal sind im Plan, betont die Stadt. Produktionen des Theaters dennoch erst ab Januar 2019.

Das Ofenhaus auf dem Augsburger Gaswerk-Gelände wird erst im Januar 2019 als Aufführungsort für das Theater zur Verfügung stehen. Darüber informierten Theaterintendant André Bücker, Stadtwerke-Pressesprecher Jürgen Fergg und Stefan Schleifer, Projektleiter Kulturreferat der Stadt, kürzlich auf einem Pressetermin. Ein mehrwöchiger Zeitpuffer soll verhindern, dass kurzfristig Produktionen verlegt werden müssen.
Ende November 2018 sollte das Ofenhaus ursprünglich zum ersten Mal bespielt werden. Nun steht fest, dass die ersten Aufführungen erst im Januar 2019 möglich sein werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Bauverzögerung“, betonte Schleifer dennoch. Es sei allerdings ein sechswöchiger Zeitpuffer angesetzt worden. Lieber plane man jetzt großzügiger, als später in die Verlegenheit zu kommen, Produktionen verlegen zu müssen.
In einem Jahr sollen die Arbeiten am Gaswerk also spätestens fertig sein. Aktuell würden spezielle Arbeiten am Ofenhaus getätigt, informierten die Stadtwerke, Sanierungsarbeiten, die eine konstante Temperatur benötigen. Anschließende Arbeiten – Leitungen und Kabel müssen verlegt, das Parkhaus errichtet, das soziale Gebäude und die östlichen Werkstätten gebaut werden – stünden noch an. In das soziale Gebäude und in die Werkstätten sollen im kommenden Jahr Künstler einziehen.

Produktionen werden in das Kühlergebäude verlegt

„Im Frühjahr kommt immer der Theaterspielplan raus und das möchte ich auch einhalten“, betonte Theaterintendant André Bücker. Auch hier stelle der Zeitpuffer von sechs Wochen keine Probleme dar, eher einen Gewinn. Denn in diesen Wochen können die Künstler schon mal auf der Ofenhausbühne proben, währenddessen könne man letzte kleine Arbeiten erledigen.
Drei Produktionen des Theaters hätten eigentlich zwischen September und Dezember 2018 auf der Brechtbühne stattfinden sollen, nun ist geplant, diese in das Kühlergebäude auf dem Gaswerk-Areal zu verlegen, um sich somit zum Ofenhaus vorzuarbeiten. Für die Besucher entstünden dadurch keine Nachteile, denn die Inszenierungen sollen thematisch und inhaltlich genau auf das Gaswerk angepasst und zugeschnitten werden.
Eine weitere Produktion, die im November für die Brechtbühne angedacht war, wolle man nun stattdessen erst im Januar 2019 auf der Ofenhausbühne zur Aufführung bringen. Da die Ofenhausbühne schmaler sei als die bisherige, gestalte sich die Verlegung nicht ganz einfach. Für den Umzug der Bühne seien folglich drei Monate angedacht.
Anfang 2019 sollen auch die ersten Künstler aus dem Kulturpark West ins neue Kreativquartier in Oberhausen umziehen. Ein Grund mehr, dass die Arbeiten bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein sollen.
„Es ist sensationell, was da draußen entsteht“, sagte Stadtwerke-Sprecher Fergg abschließend.
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