Gersthofer Backbetriebe: Sozialplanverhandlungen abgeschlossen

Beschäftigte von Lechbäck und den Gersthofer Backbetrieben gingen in der vergangenen Woche unter dem Motto "Wir wollen unser Geld zurück!" auf die Straße. Mit der finanziellen Zuwendung durch Serafin ist die Belegschaft nun offenbar zufrieden. Am Donnerstag unterschrieb der Betriebsrat der Gersthofer Backbetriebe den Sozialplan. (Foto: Patrick Bruckner)

Im Lechbäck-Streit ist nun eine Einigung erzielt worden, die Sozialplanverhandlungen wurden am Donnerstag abgeschlossen.

Ungewohnt versöhnliche Töne schlagen die Gersthofer Backbetriebe und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung an. Es sei ein "Durchbruch bei den Verhandlungen nach konstruktiven Gesprächen". Der Sozialplan solle nun unverzüglich unterschrieben werden.

Der Betriebsrat und der Insolvenzverwalter haben sich am Donnerstag geeinigt. Die Beschäftigten erhalten damit Geld von der Agentur für Arbeit, sobald sie sich arbeitslos melden. Auch eine Vermittlung durch die Agentur für Arbeit könne nun durchgeführt werden. Zudem steht ein Betrag von rund einer Million Euro, den Serafin freiwillig zahlt, für weitere Zahlungen an die Arbeitnehmer zur Verfügung.

Das Geld kann vom Treuhänder ausgezahlt werden, sobald der Sozialplan unterzeichnet wird. Die Verteilung wird in Abstimmung mit der Agentur für Arbeit und dem Betriebsrat in den nächsten Schritten noch festgelegt. Danach kann die Auszahlung erfolgen.

Am Donnerstagvormittag hatten sich die Verantwortlichen des Gesellschafters Serafin mit Ali Erdogan, dem Betriebsratsvorsitzenden der Gersthofer Backbetriebe, und dem KAB-Diözesanpräses und Betriebsseelsorger Georg Steinmetz getroffen. Serafin will in Abstimmung mit der Agentur für Arbeit ein Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm aufsetzen, um insbesondere für Härtefälle die Weitervermittlung in neue Jobs zu erleichtern.

Serafin-Gründer Philipp Haindl bedankte sich nach den Verhandlungen bei Tim Lubecki von der NGG und dem Betriebsrat "für den konstruktiven Austausch und die nun gemeinsame gefundene Lösung". Tim Lubecki sagte: „Wir bedanken uns bei Philipp Haindl. Mit der Zusage, die Qualifikation von Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, einen neuen Job zu finden, wird Herr Haindl seiner sozialen Verantwortung gerecht.“ (pm/jaf)
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