GRÜNE fordern die Negativfolgen der Tarifreform zu beseitigen

  „Wir fordern den AVV und die Stadtregierung auf, die Tarifreform nachzubessern. Insgesamt müssen mehr öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, um den umweltfreundlichen ÖPNV finanziell gut auszustatten und das Angebot zu verbessern. Dass manche Kundinnen und Kunden nun 100 Prozent mehr für eine Fahrt bezahlen, ohne ein Mehrwert an Leistung, ist inakzeptabel. Wir wollen die unverzügliche Erweiterung der Kurzstrecke auf sieben Haltestellen für Bus und Tram, sowie einer Station mit der Regionalbahn“, so Peter Rauscher, Sprecher der Augsburger GRÜNEN.

Die Augsburger GRÜNEN diskutierten am Mittwoch mit 40 Mitgliedern und Gästen über die Auswirkungen der Tarifreform im AVV und beschlossen einen Antrag zur Verbesserung des Tarifsystems und des ÖPNV in Augsburg und der Region.

„Mobilität muss für alle bezahlbar und klimafreundlich möglich sein. Wir fordern daher die Weiterentwicklung der Stadtwerke zu einer echten Mobiltätsdienstleisterin, die alle Formen moderner Mobilität unter einem Dach bündelt und miteinander abstimmt. Augsburg braucht ein echtes 365 Euro-Ticket, das allen unseren Bürgerinnen und Bürgern freie Mobilität für einen Euro am Tag ermöglicht. Der Erfolg in Städten, die dieses Ticket eingeführt haben, spricht für sich. Hier nutzen immer mehr Bürgerinnen und Bürger den ÖPNV, was wiederum zur besseren Auslastung und mehr Finanzen im öffentlichen Nahverkehr führt“, ergänzt Peter Rauscher, der mit einem Antrag auf weitere Maßnahmen und Verbesserungen besteht.

Die Augsburger GRÜNEN beschlossen unter anderem folgende Forderungen:

  • Einführung eines 365 Euro-Tickets 
  • Kurzstrecke bis 7 Haltestellen und 1 Station mit der Regionalbahn Alternativ: Um die Zusammenlegung abzufedern im gesamten Innenraum (vormals Zone 10 und 20) 
  • Eine Reduzierung der Einzelfahrtkosten auf 2 Euro pro Fahrt 
  • Einführung einer Distanzabrechnung für die effektiv zurückgelegte Strecke 
  • Zeitkarten mit flexiblem Beginn: 24-Stunden, 72-Stunden und 7 Tage-Tickets 
  • Einführung eines Mobil-Passes zur Verknüpfung aller Mobilitätsangebote 
  • Taktverdichtung - generell muss jede Linie von 5 Uhr bis 24 Uhr bedient werden 
  • Zusätzliche Verstärkerfahrzeuge in den Stoßzeiten Ring und Querverbindungen, um die Stadtteile untereinander besser miteinander zu verbinden 
  • Verlängerungen der Straßenbahnen in die Umlandgemeinden 
  • Bessere Anbindung von Bus- und Straßenbahnen an die Regionalbahn 
  • Weitere Erschließungen durch die Straßenbahn 
  • Regelmäßige Bedienung der Gleise durch die Maxstraße 
  • Augsburg muss sich als Modellstadt für kostenlosen ÖPNV bewerben 

„Gerade im Hinblick auf ein verändertes Mobilitätsverhalten und dem zunehmenden Komplettverzicht auf das Auto in den Großstädten, muss man auch für Gelegenheitsfahrerinnen und -fahrer, die ansonsten ganzjährig das Fahrrad nutzen, ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis bieten. Wir müssen städtische Mobilität auch ohne Auto qualitativ gut und preislich attraktiv gestalten, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Angesichts drohender Dieselfahrverbote und verstopfter Innenstädte, ist es höchste Eisenbahn hier zu handeln. Öffentlicher Nahverkehr, Elektro-Mobilität, Fahrrad und Fußgänger werden den Verkehr der Zukunft prägen. Augsburg muss jetzt die Weichen dafür stellen“, so Rauscher weiter.

(PM GRÜNE Augsburg
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