Grüne wollen Veröffentlichung der Fällgenehmigung und unabhängiges Gutachten für die noch stehenden Bäume am Herrenbach

Die Grüne Stadtratsfraktion hat nun beantragt, dass noch vor den geplanten weiteren Fällungen am Herrenbach im Herbst ein unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben wird und dass die Genehmigung von der Regierung von Schwaben für die Fällung am Dienstag veröffentlicht wird.

Insgesamt umfasst die höchst umstrittene Abholzaktion 96 Bäume am Herrenbach. 34 davon wurden – unter heftigem Protest von Anwohnern und Naturschützern – bereits gefällt. Die Stadt begründete dies mit Hochwasserschutz. Fiele einer der Bäume auf den Damm im Bach, könnten mehrere Millionen Liter Wasser das angrenzende Viertel fluten.

Während einer Infoveranstaltung für die Bürger habe sich gezeigt, dass diese die Begründung für „zu wenig differenziert halten, um die Fällung so vieler Bäume zu rechtfertigen“, sagt Martina Wild, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Die Fraktion fordert eine unabhängige Prüfung der Gefährdungslage für jeden einzelnen Baum und eine Prüfung der baulichen und technischen Alternativen. 

Zudem haben die Grünen beantragt, dass die Fällgenehmigung der Regierung von Schwaben für die Fällungen am Dienstag "mitsamt der artenschutzrechtlichen Auflagen und der Antrag der Stadt hierzu" veröffentlicht werden. "Ein so großer Eingriff in den Artenschutz innerhalb der Vogelbrutzeit muss ausführlich begründet sein. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, diese Begründung auch zu kennen“, so Wild. (pm)
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