Junge Union diskutiert Fachkräftemangel in der Pflege

Unter dem Titel „Fachkräftemangel in der Pflege – Können wir in Zukunft noch eine menschenwürdige Pflege erwarten?“ lud die Junge Union Augsburg vergangenen Dienstag zur Diskussion in die Maximiliansklause. Als Experte war mit Florian Triebs der stellvertretende Pflegedienstleiter der Sozialstation Augsburg-Mitte e. V. eingeladen.

Im Rahmen der Diskussionsreihe „Ausbildung hat Zukunft“ widmet sich die Junge Union Augsburg in mehreren Veranstaltungen der Ausbildung in verschiedenen Branchen. Den Start machten letzte Woche die Pflegeberufe.
Mit Florian Triebs hatten die Jungpolitiker einen langjährigen Experten im Pflegebereich eingeladen. Der studierte Sozialwirt stellte zunächst die Probleme beziehungsweise die derzeit mangelnde Attraktivität der Pflegeberufe dar. Ein großes Manko sei bis vor wenigen Jahren allein die fehlende Eingliederung in das duale System gewesen, weshalb die Ausbildung von vielen Auszubildenden selbst geschultert werden musste. Das sei zwar heute anders, nunmehr bestünde aber die Schwierigkeit, dass die derzeitigen Schulen unterschiedliche Ausbildungen anböten, so Triebs. Der Schlüssel liege hier in der Schaffung einer generalisierten Ausbildung mit der Möglichkeit zur spezifischen Weiterbildung.

Nichtsdestotrotz seien schon wichtige Schritte in diese Richtung gemacht worden. Dies unterstrich auch Volker Ullrich, der sich unter den Zuhörern befand und auf das entsprechende Gesetz hinwies. Ruth Hintersberger forderte mehr Zusammenarbeit mit den Pflegekräften: "Wir reden nicht über die Pflege, sondern mit unseren Pflege-Experten! Nur so können wir die besten Lösungen erarbeiten!", so die Bezirksvorsitzende der Jungen Union Augsburg. "Genau deshalb müssen wir noch mehr vor Ort gehen und uns die verschiedenen Pflegesituationen und Arbeitsbedingungen direkt ansehen!" Im Anschluss an Triebs Vortrag wurden von den JUlern zahlreiche weitere Fragen gestellt, sodass einmal mehr klar wurde, dass die Zustände in der Pflege nicht nur ältere Menschen umtreiben.
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