Kein historisches Fest 2018: Veranstaltung am Wertachbrucker Tor scheitert an erhöhten Sicherheitsauflagen

In diesem Jahr wird es in Augsburg kein historisches Bürgerfest geben. (Foto: Archiv)

Augsburg - Das historische Fest am Wertachbrucker Tor wird heuer nicht stattfinden. Das hat Werner Kaufmann, Leiter des Amtes für Marktwesen und Verbraucherschutz nun auf Nachfrage bestätigt. Ursache sind wohl finanzielle Schwierigkeiten, die nicht zuletzt an den verschärften Sicherheitsauflagen der Stadt für Feste in der Innenstadt liegen.

Der Stadtmauerverein hatte das Fest seit 2012 im zweijährigen Turnus ausgerichtet. Zuletzt hatte es, ebenso wie das Bürgerfest in den Roten-Torwall-Anlagen, allerdings wohl mit einem Minus abgeschlossen. Zum einen ist der Erfolg der Feste im Freien vom Wetter abhängig. Zum anderen hat die Stadt nach den Attentaten in Nizza und Ansbach die Sicherheitsbestimmungen erhöht.

"Es ist richtig, dass heuer kein historisches Fest am Wertachbrucker Tor stattfinden wird. In der Tat sind die Kosten für die Sicherheitsauflagen wie Security auf dem Gelände, Einlasskontrollen oder Einfahrtschutz gegen Fahrzeuge enorm", bestätigt Marktamtsleiter Werner Kaufmann. "Das finanzielle Risiko, vor allem wenn dann noch die Eintrittsgelder wegen schlechten Wetters wegbrechen, ist für die Veranstalter sehr hoch."

Hinzu kommt, dass es in der Vergangenheit zu Streitigkeiten gekommen war, wer das Fest am Wertachbrucker veranstalten darf: Der Stadtmauerverein oder die Interessengemeinschaft Historisches Augsburg. Die Stadt gab 2014 der IG den Zuschlag, aufgrund eines Vertrages aus dem Jahr 2008. In der folgenden Auflage veranstaltete der Stadtmauerverein das Fest. Wie es 2018 hätte weitergehen sollen, war nicht klar.

Spekulationen, dass auch das Bürgerfest am Roten Tor, das im kommenden Jahr wieder stattfinden soll, auf der Kippe steht, widerspricht Kaufmann allerdings. "Für 2019 ist vorgesehen, wieder ein historisches Fest in den Roten-Torwallanlagen durchzuführen." So dürfen sich die Augsburger zumindest im kommenden Jahr wieder auf ein mittelalterliches Spektakel in der Innenstadt freuen. (Von Kristin Deibl)
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