Kitas, Ämter, Müllabfuhr: In Augsburg wird gestreikt

Die Streikenden zogen am Dienstagvormittag durch Augsburg. Sie kamen auf dem Rathausplatz für eine Kundgebung zusammen. (Foto: Janina Funk)

In Augsburg wird am Dienstag gestreikt. Bei den Stadtwerken, im Klinikum sowie in städtischen Kitas, Ämtern und Behörden wurde die Arbeit niedergelegt. Rund 900 Menschen zogen laut Verdi am Vormittag durch die Stadt und kamen auf dem Rathausplatz zu einer Kundgebung zusammen.

 
Zu den Streiks hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Bei der Stadt Augsburg und den Stadtwerken legten alle Tarifbeschäftigten, im Klinikum die Reinigung, die Auszubildenden und die Gewerkschaftsvertreter auf den jeweiligen Stationen die Arbeit nieder.

Um 11 Uhr fand eine gemeinsame Kungebung auf dem Rathausplatz statt und wollten damit ihren Unmut über das Verhalten der Arbeitgeberseite in der laufenden Tarifrunde öffentlicher Dienst signalisieren. Einige Kindertagesstätten und Bürgerbüros blieben am Dienstag geschlossen.

Im Klinikum Augsburg wird hingegen nur eingeschränkt gestreikt. „Wir sind uns der aktuellen Situation an den schwäbischen Krankenhäusern äußerst bewusst und halten die aktuellen Arbeitskampfauswirkungen sehr überschaubar, um das durch die Personaleinsparungen der vergangenen Jahre und die aktuelle Grippewelle geschwächte Gesundheitswesen in Schwaben nicht vollständig zum Erliegen zu bringen,“ erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Jagel den begrenzten Umfang der Arbeitskampfmaßnahmen am Klinikum Augsburg.

Die Stadtwerke Augsburg werden in der gesamten Versorgungssparte, also bei Strom/Gas und Wasser sowie in den Kundencentern am Hohen Weg und Königsplatz bestreikt, der Nahverkehr ist nicht betroffen. Notdienste bei Gas, Strom und Wasser sind gewährleistet.

Auch die Müllabfuhr fährt am Dienstag nicht, die Leerung der Tonnen wird am Freitag nachgeholt. In der Stadtentwässerung sind nur neuralgische Punkte besetzt.

„Die Arbeitgeberseite hat auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Große Bereiche der Beschäftigten und vor allem unserer Mitglieder sind angefressen und wollen ihrem Ärger über diese Respektlosigkeit Luft machen“, sagt Florian Böhme, Koordinator für die Tarifrunde öffentliche Dienste bei Verdi Augsburg.
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