Kolping South Africa zu Gast beim Politischen Abend der Kolpingsfamilie St. Max

Martin Lupper, Josef Lupper und Rudi Seitz (v.l.) vom Vorstand der Kolpingsfamilie Augsburg St. Max freuen sich mit Präses Winfried Schölch (3.v.r.) über viele Gäste beim politischen Abend mit MdB Dr. Volker Ullrich (5.v.l.). Father Kizito Gugah (4.v.r.), Judith Turner (5.v.r.), Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller (2.v.r.), Pfarrer Waldemar Kratzer (r.) und Karl Schneider vom diözesanen Kolping-Fachausschuss „Eine Welt“ (4.v.l.) sind mit Stadtpfarrer Florian Geis (nicht auf dem Bild) nach St. Max gekommen.
Augsburg: Pfarrsaal St. Max |

Father Kizito Gugah, Nationalpräses des Kolpingwerkes in Südafrika, und Judith Turner, Nationalkoordinatorin des südafrikanischen Verbandes, waren am 12. Juli 2019 beim Politischen Abend mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Volker Ullrich zu Gast bei der Kolpingsfamilie Augsburg St. Max. Europapolitik, Senkung der CO2 Emissionen, Seenotrettung und Grundrente waren einige Themen der Diskussion mit Dr. Ullrich und über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die vom stellvertretenden Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Josef Lupper moderiert wurde.

Rudi Seitz, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Augsburg St. Max, freute sich, die Gäste aus Südafrika begrüßen zu können. Die Kolpingsfamilie St. Max lässt bei jeder Veranstaltung ein Sparschwein herumgehen. Mit dem gesammelten Geld unterstütz die Kolpingsfamilie seit 13 Jahren über die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger die Kolping-Kindergärten in Südafrika. Ausbildungsprojekte für Jugendliche, Betreuung von jungen Müttern und mehrere Kindergärten sind neben der Arbeit von 29 Kolpingsfamilien in 6 Diözesen die Schwerpunkte der Arbeit von Kolping Südafrika, die von Augsburg aus unterstützt werden.

Dr. Volker Ullrich, der auch Mitglied in der Kolpingsfamilie Augsburg St. Max ist, berichtete über die anstehende Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin. Er betonte, dass das Spitzenkandidatenprinzip in der EU nicht verankert ist. In Sachen Klimapolitik ist die Senkung der CO2 Emissionen für Ullrich dringend notwendig. Er bezweifelt jedoch, ob die Einführung einer CO2 Steuer der richtige Weg dafür sei. Vielmehr sollen diejenigen gefördert werden, die neue Technologien anwenden. Um den Bürgern einen Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr schmackhaft zu machen, muss – so Ullrich – der Nahverkehr deutlich billiger werden. In der Flüchtlingspolitik gibt es zur Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer für Ullrich keine Alternative. Eine Rückführung nach Libyen schließt er aus, da dort keine menschlichen Bedingungen für die Flüchtlinge herrschen. Zum Thema Flüchtlingspolitik ist es für ihn von größter Bedeutung, dass die Fluchtursachen in den betroffenen Ländern beseitigt werden. Dr. Ullrich sprach auch das Thema Grundrente an. Die Einführung sei zu befürworten, jedoch nicht ohne eine Bedürftigkeitsprüfung, bei der andere eigene Einkommen angegeben werden müssen.

Rudi Seitz bedankte sich bei Dr. Ullrich für den interessanten Abend im Pfarrsaal St. Max und seine kompetenten Ausführungen und überreichten ihm als Gastgeschenk einen Kolpingschirm in schwarz und orange. Father Kizito und Judith Turner aus Südafrika überreichte Seitz eine „Datschiburger Eikoffsdasch“ und eine Jubiläumskerze der Pfarrei St. Max.

Dem politischen Abend vorausgegangen war die Abendmesse in der vollbesetzten Turmkapelle von St. Max. Kolping-Diözesanpräses und Domvikar Alois Zeller stand der Messfeier mit Father Kizito abwechselnd in deutscher und englischer Sprache vor.

Foto: Johannes Stuhler; Text: Rudi Seitz
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.