Kommentar zum Wahlkampf: Falsche Tonlage

Die Partner im Regierungsbündnis haben sich gezofft. (Foto: Archiv StadtZeitung)
Es war bitter nötig, dass sich die SPD im Vorfeld zur Wahl klar abgrenzt von der CSU - allerdings mit mehr Stil. Die Attacke gegen Schulreferent Hermann Köhler war zu plump.

Und Volker Schafitels Hinweis, dass die SPD (und auch die Grünen) in der Zeit der eigenen Regierungsverantwortung das Problem der Schulsanierung nicht gelöst haben, trifft zu. Zumal Köhler tatsächlich nur das Geld ausgeben kann, das der Stadtrat zur Verfügung stellt. Ihn also persönlich in dieser Weise anzugreifen, war schlicht unnötig.

Unnötig, ja unverständlich war allerdings auch, dass OB Kurt Gribl ausgerechnet über die städtische Pressestelle Kritik an Referenten mit einer anderen Parteizugehörigkeit als der eigenen übte - und das unter dem Deckmantel, Köhler in Schutz nehmen zu wollen. Damit instrumentalisierte er städtische Mitarbeiter und städtische Mittel für den Wahlkampf. Das darf nicht sein.

Wer sich eine faire, an der Sache orientierte Auseinandersetzung wünscht, der muss mit gutem Beispiel vorangehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Tonlage des Wahlkampfs zum Besseren ändert.
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