Markus Bayerbach tritt als OB-Kandidat der AfD zurück

Markus Bayerbach sitzt für die AfD im Augsburger Stadtrat. Nun hat er seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters zurückgezogen. (Foto: Archiv)

Markus Bayerbach wurde vor Kurzem vom Kreisverband der AfD einstimmig zum OB-Kandidaten gewählt. Wie nun bekannt wurde, will der 56-Jährige, der die rechtspopulistische Partei auch im Landtag vertritt, aber nicht antreten. Auch auf die Augsburger AfD-Liste, die am kommenden Sonntag aufgestellt wird, will er sich nicht setzen lassen.

Bayerbach führt seine Entscheidung auf Differenzen innerhalb der Partei zurück. „Es liegt nicht am Rechtsruck“, stellt der 56-Jährige klar. Vielmehr gebe es strategische und menschliche Probleme. Hinter der Wahlkampfplanung und der Listenaufstellung könne er so nicht stehen, sagt Bayerbach. Hinzu kämen persönliche Gründe, die gegen eine OB-Kandidatur sprächen. Der AfD den Rücken kehren, will er dennoch nicht. Er wolle sich nun auf seine Arbeit im Landtag konzentrieren.

Bayerbach sitzt seit 2014 für die AfD im Augsburger Stadtrat. Zu Beginn noch mit drei Fraktionskollegen, die mittlerweile zu Pro Augsburg und der CSU abgewandert sind.
Frederik Hintermayr, OB-Kandidat für Die Linke, kommentiert Bayerbachs Rückzug folgendermaßen: „Bayerbach hat innerhalb der Augsburger AfD einige Entwicklungen nach rechts toleriert und gar unterstützt. Doch nun wird es sogar ihm zu braun. Dies sollte eine Mahnung für alle Demokraten in Augsburg sein.“
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