Nach 28-Millionen-Euro-Panne: Jugendamtsleiterin muss gehen

Stühlerücken im Jugendamt: Nach dem Finanzdebakel gibt es erste personelle Konsequenzen. Leiterin Sabine Nölke-Schaufler muss gehen. Die Fristversäumnis könnte die Stadt, die nun möglicherweise Fördergelder zurückzahlen muss, 28,5 Millionen Euro kosten. Die Fördermittel beziehen sich auf die Kinderbetreuung durch freie Träger. (Foto: federicofoto, 123rf.com)

Nach dem 28-Millionen-Euro-Debakel reagiert die Stadt Augsburg nun mit personellen Konsequenzen. Sabine Nölke-Schaufler wird die Leitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie (AKJF) abgeben.

Aufgrund der versäumten Frist für einen Zuschussantrag in Millionenhöhe im Jugendamt "steht als Konsequenz der personelle Wechsel in der Amtsleitung an", schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Nölke-Schaufler wird die Amtsleitung abgeben. Die arbeitsrechtliche
Maßnahme sei zwischen Oberbürgermeister Kurt Gribl und Sozialreferent Stefan Kiefer abgestimmt.

Der Zuschussantrag für die freienKindertagesstätten in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro war um einen Werktag zu spät verschickt worden. Der Stadt droht eine Rückzahlung in entsprechender Höhe.

Vorgesehen sei, dass Sabine Nölke-Schaufler eine "angemesseneStelle innerhalb des Sozialreferats erhalten wird, in der sie ihre unbestritten starken Kompetenzen im sozialpädagogischen Bereich einsetzen kann", erklärt die Stadt. Über diesen Schritt sei die bisherige Amtsleiterin seit vergangener Woche unterrichtet.

Wie OB Gribl und Sozialreferent Kiefer betonen, werde ihrdie Begründung dieses Schritts im persönlichen Gespräch erläutert. Bis der personelle Wechsel vollzogen ist, wird das Amt kommissarisch geleitet. (pm/jaf)
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Wissen tanken aus Augsburg - City | 27.04.2018 | 20:47  
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