Nach Veruntreuung am Theater: Kulturreferat kündigt "lückenlose Aufdeckung" an

Veruntreuungsvorfall am Theater: Für die Besucher sollen keine Beeinträchtigungen entstehen. Foto: David Libossek

Augsburg (kd) Beinahe 100 000 Euro hat ein Mitarbeiter des Theaters wohl über mehrere Jahre hinweg veruntreut. Das wurde vergangene Woche durch eine Wirtschaftsprüfung bekannt. Wie das Kulturreferat nun ankündigt, wolle man den Vorfall lückenlos aufdecken und "ähnliche Taten künftig unterbinden".

Der größere Fehlbetrag wurde dem Theater zufolge im Zuge der jährlichen Wirtschaftsprüfung in der Hauptkasse entdeckt (wir berichteten). Offenbar hatte ein Mitarbeiter über einen Zeitraum von mehreren Jahren immer wieder kleinere Geld-Beträge aus dem Tresor entnommen und dies durch Manipulation im Kassenbuch vertuscht. Insgesamt handle es sich um etwa 100 000 Euro, die veruntreut wurden.

"Bei dem Vorgang wurde mit hoher krimineller Energie vorgegangen und durch geschickte Methoden der Verschleierung wurden die Manipulationen bei internen Kontrollen und seitens externer Wirtschaftsprüfer bislang nicht entdeckt", kommentiert Kulturreferent Thomas Weitzel die Veruntreuung. Der Vorfall sei ein Anlass, um "nach lückenloser Aufdeckung und Analyse der Vorgänge ähnliche Taten künftig zu unterbinden, in allen städtischen Bereichen mit ähnlichen Konstellationen im Bereich des Kassenwesens."

Obwohl unter anderem der Ticketverkauf betroffen sei, würden keine Beeinträchtigungen für die Besucher entstehen, versichert Friedrich Meyer, Kaufmännischer Direktor des Theaters. "Das Theater wird nun die Abläufe in der Buchhaltung überprüfen und verbessern." Der Mitarbeiter wurde vom Dienst freigestellt. Das Kulturreferat hat Anzeige erstattet. Die Polizei ermittle bereits, heißt es vom Theater. Die Beschäftigten wurden durch einen Aushang von den Vorfällen und der Kündigung des Mitarbeiters unterrichtet.
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