OB-Kandidat Wegner (V-Partei³): "Es braucht dringend Veränderung bei der Organisation des Christkindlesmarkt!"

Roland Wegner OB-Kandidat Augsburg (Foto: Felix Hartwig)
Etwa 390.000 Euro Kosten verursachte der letztjährige Christkindlesmarkt, der Deckungsgrad über die Einnahmen sei laut dem Marktamt der Stadt Augsburg nur 85 Prozent. Statt einen Gewinn zu erwirtschaften, tragen die Bürgerinnen und Bürger der eh schon klammen Stadt Augsburg auch noch ca. 60.000 Euro Defizit, was auf Unverständnis der V-Partei³ stößt.

OB-Kandidat Roland Wegner wundert sich, dass das von Finanzreferat und Stadtrat so hingenommen wird. Auch das massive Angebot umwelt- und gesundheitsschädlicher Produkte findet er längst nicht mehr zeitgemäß und schlägt stattdessen in einem ersten Schritt folgende Veränderungen vor:

a) Änderung der Marktgebührensatzung in § 7 Abs. 3:

Rathausplatz
Nr. 2.1.2.1 Wurstbraterei tierischen Ursprungs: von bisher 950,00 Euro auf pro lfd. Frontmeter 1.550 Euro
Nr. 2.1.2.2 Steak, Fleischspieß, Fleischpfanne, Braten o.ä.: von bisher 650,00 Euro pro lfd. Frontmeter auf 1.250 Euro
Neu: 2.1.2.4 rein vegane Produkte in Bioqualität: 900 Euro pro lfd. Frontmeter

Nebenplätze
Nr. 2.2.2.1 Wurstbraterei: von bisher 500,00 Euro pro lfd. Frontmeter 950,00 Euro
Nr. 2.2.2.2 Steak, Fleischspieß, Fleischpfanne, Braten o.ä.: von bisher 350,00 Euro pro lfd. Frontmeter auf 750 Euro
Neu: 2.2.2.4 Rein vegane Produkte in Bioqualität: 450 Euro pro lfd. Frontmeter

b) Änderung der Bewertungskriterien zum Vergabeverfahren
Die 16 unterschiedliche Kriterien mit niedrigstem Punkt 5 (u.a. für Umweltfreundlichkeit) bis zum maximalen Punktwert 20 (für Zuverlässigkeit) sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß und sorgen dafür, dass sich nicht viel verändert.
Als "Möchtegern-Umweltstadt" muss die Umweltfreundlichkeit jedoch mit zu den Hauptkriterien zählen! Die Umweltfreundlichkeit muss also bei der Bewertung stärker berücksichtigt werden, was dann zu positiven Änderungen des Essensangebotes führen muss. Das ginge z.B. über eine deutliche Anhebung der Punktzahl (mindestens 20) oder zusätzlichen Kriterien wie Klimaneutralität und Nachhaltigkeit der angebotenen Produkte. Biologische (d.h. ohne Ackergifte erzeugte) und vegane Produkte werden damit a) mehr angeboten und können b) durch niedrigere Standgebühren auch günstiger verkauft werden, was die Nachfrage erhöhen wird.
Begründung: Klimaschädliche Produkte tierischen Ursprungs dürfen nicht länger auch noch zusätzlich von der Stadt Augsburg bezuschusst werden. In Brasilien brennt noch immer der Regenwald für zusätzliche Anbauflächen, um noch mehr Soja für noch mehr Rinder, Schweine, Puten und Hühner zu produzieren. Europa ist drittgrößter Abnehmer dieses Eiweißfutters für die Massentierhaltung. Jede tierische Bratwurst facht diese Feuer an, die Folgen für unser Ökosystem sind verheerend.
Die Stadt Augsburg steht in der Verantwortung, klima- und gesundheitsfreundliches Essensangebot auf dem Christkindlesmarkt zu unterstützen!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.