Peutinger-Gymnasium: So kann man mit den Schulen nicht umgehen!

Beispiel Peutinger-Gymnasium: Der technokratische Politikstil von Bildungsreferent Köhler (CSU) schafft mehr Probleme als er löst. (Foto: ReclaM, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=749731)
Vor der Sitzung des Bildungsausschusses im Augsburger Stadtrat fordern die Freien Demokraten einen moderneren Politikstil vom städtischen Bildungsreferenten Hermann Köhler (CSU). Die Beispiele des Holbein-Gymnasiums, des Schulzentrum FOS/BOS an der Alten Poststraße, der Reischlesche Wirtschaftsschule und jetzt des Peutinger-Gymnasiums zeigten, dass die technokratische Politik eher Probleme schaffe als löse. Die heute im Bildungsausschuss zu beratende IT-Bildungsoffensive der Stadt dürfe nicht dadurch gefährdet werden, dass Bildungsreferat und Schulverwaltungsamt von oben herab an den Bedürfnissen der Schulen vorbeiplanten.

„Die Menschen, die an den Schulen arbeiten und lernen und die Eltern wissen am allerbesten, welche Baumaßnahmen oder Anschaffungen an ihrer Schule am dringlichsten sind“, stellt der liberale Politiker fest. Die Stadt sei daher als Sachaufwandsträger gut beraten, dieses Expertenwissen frühzeitig abzufragen und gemeinsam mit den Schulen zu Lösungsansätzen zu kommen. Doch genau solche Gespräche auf Augenhöhe fänden in Augsburg unter Bildungsreferent Köhler seit Monaten nicht statt, kritisiert Vollmar.

Es ist ein Schlag ins Gesicht der Schulleitung und des Elternbeirats des Peuntinger-Gymnasiums, wenn sie erst kurz vor der heutigen Sitzung des Bildungsausschusses erfahren, welche Brandschutzmaßnahmen Köhler an ihrer Schule durchzuführen gedenkt.“ . Denn die Beschlussvorlage über Brandschutzmaßnahmen habe es in sich. Wegen des – seit 2012 bekannten – Wegfalls der Ausweichräume in der alten Stadtbücherei, müsse die Schule mit fünf Räumen weniger auskommen. Zudem stünden die Räumlichkeiten im Mozartturm - trotz der lange planbaren Situation - noch nicht zur Verfügung.

Auch um die Kommunikation des Schulreferenten in andere Teile der Verwaltung scheint es nicht zum Besten zu stehen. „Dass Finanzreferentin Weber bei den Planungen zum Mozartturm im Nachtragshaushalt nun hektisch vor der Sitzung im Stadtrat nachsteuern will und zusätzliche Mittel veranschlagen möchte, ist wohl am Besten mit den Kommunalwahlen im März 2020 zu erklären.“ Zielführender wäre es gewesen, einen strukturierten, mit allen Betroffenen abgestimmten Plan zu verfolgen und nicht erst auf öffentlichen Druck zu reagieren.
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