Plärrer bald fleischfrei?!

Roland Wegner, Bundesvorsitzender
 
OB-Kandidat der SPD beisst genüsslich in ein Brathähnchen aus der Massentierhaltung
Während in Brasilien der Regenwald brennt, ist der Augsburger Plärrer voll im Gange. Roland Wegner, der Gründer der V-Partei³ regt nun in einem Schreiben an Oberbürgermeister Gribl und Ordnungsreferent Wurm an, künftig auf dem Plärrer keine tierischen Produkte mehr anzubieten.

Vorausgegangen war ein Posting von Ordnungsreferenten Dirk Wurm auf Facebook am Tag der Plärrereröffnung, wo er sich brathähnchenessend präsentierte und damit Kritik auf sich zog. Inzwischen hat der SPD-Mann den Beitrag ohne Begründung gelöscht.

Roland Wegner verdeutlichte in seinem Schreiben die Zusammenhänge zwischen dem brennenden Regenwald in Südamerika und dem gebratenen Gockel auf dem Plärrer.
Seinen Ausführungen nach erfolgen die Brandrodungen im Amazonas, um immer mehr Anbauflächen, vor allem für Soja zu gewinnen. Geschrotet landet das dann in den Trögen der Rinder, Schweine, Puten und Hühner. Europa sei drittgrößter Abnehmer dieses Eiweißfutters für die Massentierhaltung. „Jedes Brathähnchen fache diese Feuer an. Flankiert durch eine miserable EU-Agrar- und Außenpolitik (Subventionen + aktuell Mercosur-Abkommen), woran die SPD und die CSU maßgeblichen Anteil haben“, so der 43-jährige Veganer.

Die Folgen auf unser Ökosystem sind verheerend. Wegner verwies auf die Aussage von Harald Lesch bei Markus Lanz (ZDF), wonach die Zukunft des Planeten von der Grünen Lunge der Welt abhängt.

Die V-Partei³ fordert daher die beiden Entscheidungsträger im Augsburger Stadtrat auf, jetzt die Chance zu ergreifen in einer bekannten Stadt regionale Verantwortung zu demonstrieren. „Anstatt auf Social-Media mit Regenwaldbrathähnchen oder Grillaktionen zu werben, sollten sie dafür sorgen, in und aus Augsburg ein deutliches Signal zu senden! Global denken, lokal handeln“, macht Wegner die Notwendigkeiten deutlich!
Der Bundesvorsitzende der V-Partei³, regt daher an, dass ab dem nächsten Augsburger Plärrer keine Schnitzel, Steaks, Würste etc. tierischen Ursprungs angeboten werden! Das kann über die Ausschreibung und den Verträgen leicht gesteuert werden. Das Rauchen im Bierzelt vermisst schließlich auch niemand mehr. „Den pflanzlichen Ursprung eines Beyond-Meat-Burgers oder einer Currywurst von der Rügenwalder Mühle merkt keine Sau“, spielt er auch auf das Leid der Tiere an.

Und Vorschläge, die laut Wegner unglaublich lecker und volksfesttauglich sind, lieferte er auch gleich mit:
Schwammerl mit Knödel, Spaghetti mit veganer Bolognese, veganer Burger mit Pommes, Riesenbreze mit veganem Obazda und Rettich, vegane Schupfnudeln mit Sauerkraut, vegane Käsespätzle mit Röstzwiebel, panierten Chashewbert mit Kartoffelsalat, Erbsenschnitzel mit Knödel oder Pommes, Rahm-Curry mit Reis, Tempeh-Rouladen mit veganen Spätzle oder Gemüse, vegane Bosna mit Country-Potatoes und Krautsalat, vegane Rahmfleckerl, vegane Bratwürstel im Semmel, etc. 

Wegner lädt in seiner Nachricht Gribl und Wurm ein, diese wunderbaren Gerichte in den bereits veganen Augsburger Restaurants selbst zu probieren.
Folgende vegane Gastronomiebetriebe bietet Augsburg derzeit: Mom´s Table, Cafe 13, Bodhi, Berlin 61, Zuhause Augsburg und Café chez Rani.
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