Protest mit 3000 Traktoren: Landwirte demonstrieren in Augsburg

Mit ihren Zugmaschinen sind am Sonntag viele Landwirte aus ganze Schwaben nach Augsburg gekommen, um gegen die Düngeverordnung, den Umgang mit der Blauzungenkrankheit und gegen weitere Regelungen und Bestimmungen, die ihnen das Leben schwer machen, zu protestieren.

Die Wahl war auf Augsburg gefallen, weil Ministerpräsident Markus Söder zum Neujahrsempfang der CSU-Fraktion (siehe eigener Artikel) gekommen war. Gegen 14 Uhr, eine Stunde vor Beginn des Empfangs, starteten die Landwirte mit ihrer Kundgebung auf dem Rathausplatz. Dazu hatten sich mehrere Tausend Menschen versammelt – laut Polizei waren es 2000. Alle Traktoren hatten freilich keinen Platz dort, diese waren abgestellt auf dem Plärrergelände, dem Parkplatz am Fußballstadion und auch sonst überall in der Innenstadt, wo Platz war – nach Angaben der Veranstalter waren es fast 3000 Traktoren. Diesem Aufgebot konnte sich dann auch Söder nicht entziehen. War zunächst nur vereinbart, dass der Ministerpräsident mit einer kleinen Abordnung spricht, änderte er spontan seine Pläne und trat auf die Bühne. Dort ging man nicht zimperlich mit ihm um, er stellte sich aber den konkreten Forderungen, wie etwa die Verschärfung der Düngeverordnung zu verhindern – und versprach, sich dafür im Bundesrat einzusetzen. Auch für das Image der Bauern wolle er sich stark machen. Die Arbeit der Landwirte müsse wieder den Stellenwert bekommen, den sie verdiene, so Söder. „Ohne Landwirtschaft wäre die Kulturlandschaft in Bayern nicht so, wie sie ist.“ Das solle auch in den Schulen gelehrt werden.
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