Radfahrer gucken in die Röhre

Vom Hauptbahnhof mit dem Fahrrad in Richtung Pfersee zu fahen, ist für Radfahrer keine ungefährliche Sache, so Ullrich Müller-Kantor
Die Augsburger Freien Demokraten fordern einen Übergang für Radfahrer und Fußgänger an der östlichen Einfahrt der Pferseer Unterführung am Hauptbahnhof. Wegen des großen Erfolgs des Fahrradparkhauses am neuen nördlichen Bahnhofsausgang ist die Zahl der Radfahrer, die an der Unterführung die Frölichstraße überqueren müssen, erheblich gestiegen. Insbesondere im Berufsverkehr kommt es regelmäßig zu Beinahe-Unfällen mit Autos.

„Radfahrer, die vom Hauptbahnhof in Richtung Pfersee fahren wollen, gucken in die Röhre, in doppelter Hinsicht“, erklärt Ullrich Müller-Kantor, Mitglied des Fachausschusses Verkehr der FDP Augsburg. „Es fahren zu viele Autos durch die Pferseer Unterführung und dies auch noch so schnell, so dass die Überquerung der Frölichstraße ein unberechenbares Risiko darstellt.“ Probleme gibt es vor allem am Nachmittag, wenn Züge aus München eintreffen und Dutzende Pendler gleichzeitig auf ihre Fahrräder steigen, um nach Hause zu radeln.

„Es ist ein Glück, dass noch kein Radler beim Überqueren der Frölichstraße einen schweren Unfall hatte. Wenn die Stadtregierung und vor allem der grüne Koalitionspartner ihr Ziel einer Fahrradstadt Augsburg ernst meinen, dann schaffen sie dort kurzfristig einen Übergang“, so Müller-Kantor.

Dass sich nur 100 Meter bergauf, an der Viktoriastraße, eine Fahrradampel befindet, lassen die Freien Demokraten als Ausrede nicht gelten. „Die Überquerung an der Ampel am Diako ist ein deutlicher Umweg bergauf und wird deshalb nicht angenommen. Wir wollen mündige Bürger nicht erziehen, sondern der Lebenswirklichkeit Rechnung tragen und die Überquerung der Frölichstraße dort sicherer machen, wo sie stattfindet: Am Anfang der Pferseer Unterführung.“
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