Schulsanierung: SPD attackiert Schulreferent Köhler

Das Holbein-Gymnasium muss generalsaniert werden. Die SPD kritisiert nun den CSU-Bildungsreferenten Hermann Köhler. (Foto: Paul Hoffmeister)

Im Anschluss an die Sitzung des Bildungsausschusses, in der heftig über das weitere Vorgehen in Sachen Schulsanierung gestritten wurde, übt die Augsburger SPD nun Kritik an Schulreferent Hermann Köhler (CSU) und beantragt ein neues Schulfinanzierungskonzept.

In Bezug auf das Holbein-Gymnasium schreibt die SPD-Fraktion: "Die seit Jahren längst überfällige Generalsanierung des größten Augsburger Gymnasiums mit 1.150 Schülern soll nach dem Willen des Schulreferenten einkassiert und verschoben werden." Fraktionsvorsitzender Florian Freund kritisiert, „die Vorgehensweise des Schulreferenten", die "von unserer Seite in keinem Fall akzeptiert", werde. "Der Augsburger Stadtrat hat die Generalsanierung des Holbein-Gymnasium beschlossen und daran hat sich auch Herr Köhler zu halten. Dies ist auch nicht das erste Mal, dass der Schulreferent Stadtratsbeschlüsse nicht umsetzt, wie zuletzt beim Alleingang des Bildungsreferats zur Schließung des Schullandheims Zusamzell.“

"Ein Affront" gegenüber Stadtrat und Schulfamilie

„Welche Halbwertszeit haben Stadtratsbeschlüsse, wenn sie in dieser Form einkassiert werden? Das was hier von Seiten des Schulreferates passiert, ist nicht nur ein Affront gegenüber dem Stadtrat, sondern auch gegenüber einer engagierten Schulfamilie", betont SPD-Rätin Jutta Fiener. Das Lernumfeld sei oft so schlecht, dass nicht nur ein Gefühl der Geringschätzung entstehe, sondern auch keine optimale Lehr- und Lernatmosphäre geschaffen werden könne. Es müsse auch die Frage gestellt werden, ob der bauliche Zustand den Anforderungen an gesunde Lebens- und Arbeitsverhältnisse noch entspreche.

„Nachdem uns die Kosten bei den brandschutztechnischen Maßnahmen davonrennen und dadurch in vielen Schulen nach wie vor Unterrichtsräume, Sanitäranlagen, Turnhallen, Außensportanlagen, Fachräume usw. nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können, hat die SPD-Fraktion beantragt, die erforderlichen Finanzmittel für die umfassende Sanierung der Augsburger Schulen zu ermitteln, und ein weiteres Sanierungspaket mit der Regierung von Schwaben und dem Freistaat Bayern auf finanziell sichere Füße zu stellen“, verkündet Fraktionschef Freund.

SPD-Stadtrat Hüseyin Yalcin ergänzt: „Diese Aufgabe hätte Köhler in der Vergangenheit längst ausführen müssen, anstatt die schon längst bekannten hohen Kosten für den Brandschutz als Monstranz vor sich herzutragen“. (pm)
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