Stadt reagiert auf jüngste Anschläge: Verschärftes Sicherheitskonzept für die Sommernächte

Für die Sommernächte hat die Stadt ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. (Foto: David Libossek)

Die schrecklichen Anschläge in Manchester rücken erneut die Frage nach der Sicherheit von öffentlichen Veranstaltungen in den Fokus. In Augsburg stehen im Juni gleich mehrere Großereignisse an: Das Modular-Festival, die lange Nacht der Freiheit und freilich die Augsburger Sommernächte. Für letztere hat die Stadt nun ein spezielles Sicherheitskonzept erarbeitet, das Ordnungsreferent Dirk Wurm auf der Stadtratspressekonferenz am Mittwochmittag vorstellte.

Die Augsburger Sommernächte verwandeln die Innenstadt vom 29. Juni bis einschließlich 1. Juli in eine Festzone. In die Planung der Sicherheitsvorkehrungen seien auch die Erkenntnisse aus dem Vorjahr eingeflossen, berichtete Wurm.

An einigen Stellen des Straßenfestes werden die Sicherheitsmaßnahmen auch deutlich erkennbar sein. Der Augusta Club Ordnungsdienst (ACO), der städtische Ordnungsdienst und die Polizei werden vor Ort sein.

Absperrgitter und eigens platzierte Fahrzeuge sollen Anschläge mit Lastwagen verhindern

Anschläge mit Fahrzeugen, wie etwa in Berlin oder Nizza, sollen durch einen sogenannten "Anfahrtschutz" verhindert werden. Dafür Sorge tragen Absperrgitter und eigens platzierte Fahrzeuge. Um das Eindringen eines Lkw zu verhindern, sind auf dem ganzen Gelände zudem in kleinen Gassen große Betonkübel verteilt, die laut Wurm selbst größere Fahrzeuge aufhalten können. Für Personenschutz sollen eine mobile Kameraüberwachung und ab 18 Uhr auch ein privater Security-Dienst sorgen. Zudem werden die Sicherheitskräfte untereinander ein abgestimmtes Kommunikationskonzept nutzen, das auch in der Bombensicherung Anwendung findet.

Sommernächte: Taschenkontrollen gibt es nur sporadisch

Mit, je nach Besucherzahl, 44 bis 68 Sanitätern und einer Hauptrettungsgasse in der Hallstraße sei auch bei Verletzungen und Unfällen sofort Hilfe vor Ort, betonte der Ordnungsreferent.

Taschenkontrollen finden Wurm zufolge aufgrund des hohen bürokratischen Aufwands nur sporadisch statt. Die Stadt bittet die Besucher deshalb keine großen Taschen mitzubringen.

Kosten des Sicherheitskonzepts: "Im Rahmen"

Was die Kosten der Umsetzung des Sicherheitskonzepts angeht, wurde der Ordnungsreferent nicht konkret. Allerdings seien sie höher als im vergangenen Jahr. Man befinde sich aber "im Rahmen".

Zusammenfassend machte Wurm deutlich: "Wir sind der Meinung das zu tun, was wir können, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit bereitzustellen." (von Alexander Wiedemann)
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