Stoppt den Pflegenotstand: Große Versandaktion der Unterschriftslisten im Gewerkschaftshaus Augsburg

Pflegekräfte machen mobil: Das Volksbegehren startete am 26. Juli. Ziel ist es, 40.000 Unterschriften in der ersten Stufe zu sammeln. Benötigt werden lediglich 25.000 Unterschriften. (Symbolbild) (Foto: lighthunter, 123rf.com)

Für „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern“ findet am Freitag eine große Versandaktion der Unterschriftslisten im Gewerkschaftshaus am Augsburger Katzenstadel statt.

1,5 Tonnen Material (Flyer, Unterschriftenlisten, Plakate) werden am Freitag, 3. August, von Pflegekräften und Aktiven aus dem Bündnis von Augsburg in den Freistaat verschickt. Das jüngst ins Leben gerufene Volksbegehren "Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern" ist bereit für die erste Phase und verschickt die Listen an Unterstützer, Verbände und Organisationen.

Schon eine Woche nach Veröffentlichung gebe es mehr als 240 namhafte Erstunterzeichner sowie über 400 Anforderungen der Listen von verschiedenen Organisationen, Verbänden, Einzelpersonen, Parteien und Geschäften, schreibt das Bündnis in einer Presseeinladung. "Wir sind begeistert vom großen Zuspruch der letzten sieben Tage. Nicht nur durch die gute Resonanz in den Medien, sondern auch durch tatkräftige Unterstützung. Wir mussten sogar die erste Auflage der Unterschriftenlisten erhöhen um der Nachfrage nachzukommen", berichtet Ica Fritz, Initiatorin und Kranken- und Gesundheitspflegerin. "Unser Anliegen die Arbeitsbedingungen für meine Kolleginnen und Kollegen zumindest in den bayerischen Krankenhäusern entscheidend zu verbessern und somit gute Pflege zu ermöglichen, geht jeden etwas an und trifft den Nerv der Zeit", sagt sie.

Laut Gewerkschaft verdi fehlen bayernweit 12.000 Pflegekräfte. Dies habe unter anderem überlastete Pfleger, überfüllte Notaufnahmen und zu wenig Zeit für die Versorgung der Patienten zur Folge. Der Grund, so erklärt die Gewerkschaft: "Im deutschen Fallpauschalensystem herrscht Kostendruck. Vor allem in der Pflege wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich Stellen abgebaut um mit geringeren Kosten die ,schwarze Null' bei gemeinnützigen und öffentlichen Trägern zu halten beziehungsweise hohe Renditen bei privaten Trägern zu erzielen". (pm)
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