Theater Augsburg: Was sich durch die Verstaatlichung ändert

Das Augsburger Theater ist ab dem 1. September Staatstheater. (Foto: Peter Maier)


(kd) Das Augsburger Theater wird Staatstheater, und zwar bereits ab dem 1. September. Oberbürgermeister Kurt Gribl und Marion Kiechle, Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, haben nun in einer gemeinsamen Pressekonferenz darüber informiert, was sich finanziell für die Stadt ändert und welche Auswirkungen das auf die Mitarbeiter des Theaters haben soll.

50 statt wie bislang 34 Prozent wird der Staat von den Betriebskosten des Theaters übernehmen. Statt 7,9 Millionen Euro jährlich bezahlt der Freistaat also künftig rund zwölf Millionen Euro. Die Beteiligung an der Sanierung für rund 200 Millionen Euro soll hingegen bleiben, wie gehabt. Auch hier übernimmt der Staat 50 Prozent. Die Tarifsteigerungen für Mitarbeiter, für die sich durch Personalüberleitungsverträge sonst nichts ändern solle, trage der Freistaat ebenfalls mit, kündigte Kiechle an. Es sei aber geplant, personell aufzustocken. Das Orchester, das derzeit 72 Musiker zählt, soll vergrößert werden. Das Ziel sei, auf Dauer die Qualität des Orchesters zu verbessern, sagte Kiechle.

Die Umwandlung zum Staatstheater soll noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. In den vergangenen Wochen hätten Stadt und Staat gemeinsam die Eckpunkte erarbeitet, berichtete Gribl. Diese "sind nun so festgezurrt, dass wir starten können". Der Freistaat unterstütze die Stadt Augsburg nicht nur finanziell. "Es geht um eine gesicherte Entwicklung der Kultur in Augsburg", sagte Gribl.

Auf die Sanierung selbst soll die Umwandlung zum Staatstheater wohl keine Auswirkungen haben. Die Genehmigung für den ersten Bauteil, die Arbeiten am Großen Haus, sei nun erteilt worden, berichtete der OB. Ob man im zweiten Bauabschnitt, also der Sanierung der Werkstätten, Modifizierungen vornehmen müsse, soll gegebenenfalls geprüft werden.
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