Über 16.000 Unterschriften fordern Schließung tierquälerischer Milchproduktionsbetriebe

Rund 1000 Teilnehmer demonstrierten für die Tiere
Die von der V-Partei³ gestartete Petition, die den Landrat des Unterallgäus Herrn Weihrather zum Handeln auffordert, nähert sich mit großen Schritten dem Ziel von 20.000 Unterschriften, die dann persönlich überreicht werden sollen.
Videoaufnahmen aus einem Kuhstall in Bad Grönenbach haben erschütternde Bilder gezeigt. Etwa, wie eine Kuh mit einer Beckenklammer über ein Gatter gezogen wurde und mit dem Kopf auf den Boden knallte. Milchkühe wurden geschlagen, getreten, mit einem Fahrzeug durch den Stall geschleift und sogar mit einem Bolzenschussgerät und spitzen Gegenständen schwer verletzt. Jüngst wurde zudem bekannt, dass eine unglaublich hohe Kälbersterblichkeitsquote in diesem Betrieb Endres vorherrscht. Demnach sterben offensichtlich bis zu 400 Kälber jährlich in den Betonhallen!

Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat Ermittlungen eingeleitet und mittlerweile auch andere Betriebe im Kurort Bad Grönenbach durchsucht.

Die Forderung der V-Partei³ an das Landratsamt Unterallgäu zur Untersagung der Tierhaltung findet ihre Rechtsgrundlage in § 16 a Abs. 1 Satz 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG). Die Gewährleistung eines effektiven Tierschutzes, die dem aus Art. 20 a GG ableitbaren Auftrag des Staates zum Schutz des Lebens und der Gesundheit von Tieren dient, verlangt diesen Eingriff des in diesem Fall zuständigen Veterinäramtes Unterallgäu, da den Vorgaben in § 2 a TierSchG grob zuwidergehandelt und dadurch den von ihm gehaltenen Tieren erhebliche Schmerzen und Leiden und erhebliche Schäden zugefügt hat, die bis zum Tod von Tieren führten. Ein schlimmerer Umgang eines Milchproduzenten mit seinen Tieren ist laut dem Vorsitzenden der V-Partei³, Roland Wegner kaum vorstellbar, so dass auch die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme gewahrt ist. Er wird die Petition bei Erreichen der Marke von 20.000 Unterschriften persönlich Landrat Hans-Joachim Weihrather überreichen. „Die Untersagung der Tierhaltung ist geeignet, erforderlich und angemessen für die bekannt gewordenen barbarischen Handlungen, eine noch qualvollere Form der bekannt gewordenen Tierquälerei lässt sich kaum definieren“, ist der Augsburger Tierrechtler überzeugt.

Hier geht’s zur Petition:

https://www.change.org/p/landratsamt-unterallgäu-t...
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