"Unmöglich und untragbar": Zustand des Holbein-Gymnasiums beschäftigt Stadtrats-Opposition in der Sommerpause

Gymnasium oder versiffter U-Bahntunnel? Das könnte man sich angesichts derartiger Bilder aus dem Holbein-Gymnasium fragen. (Foto: Andreas Zilse)

Der bauliche Zustand im innerstädtischen Holbein-Gymnasium ist "absolut desolat und schlimmer als bislang angenommen". Das ist das Fazit der Pro-Augsburg-Fraktion nach einer Besichtigung. "Unmöglich und untragbar" erscheint daher der Fraktionsvorsitzenden Claudia Eberle die Entscheidung des Stadtrats, die notwendige Generalsanierung vorerst zurückzustellen.

"Die Zustände im Holbein-Gymnasium - vor allem in den wissenschaftlichen Räumen, den Turnhallen, Umkleiden und Toiletten sowie dem Verbindungstunnel unterhalb der Hallstraße - sind untragbar und müssen schnellstmöglich beseitigt werden", sagt Claudia Eberle. Pro Augsburg ruft deshalb die Verwaltung auf, einen Stufenplan für die Sanierung zu erarbeiten - ein entsprechender Antrag wurde bereits im Ausschuss gestellt, doch vorab sollten dringendste Maßnahmen umgehend umgesetzt werden.

So fordert die Fraktion, alle Fachräume müssten eine zeitgemäße IT-Ausstattung samt Internetanbindung und WLAN erhalten. Die Turnhalle im Altbau, die wegen Einsturzgefahr bereits seit über einem Jahr geschlossen ist, müsse saniert werden, ebenso wie die sanitären Anlagen in beiden Turnhallen. Es müssten außerdem geschlechtergetrennte Umkleiden geschaffen werden. Die Verschattungsanlagen an der Südfassade samt Fenster sollten erneuert werden, ergänzt Claudia Eberle. Und damit seien lediglich die dringendsten Maßnahmen aufgelistet.

Am Holbein-Gymnasium seien unter anderem auch die Mauerabdeckung an der Südseite des Neubaus sowie die Mädchen- und Lehrer-Toiletten im Altbau zu renovieren. Eberle: "Wir haben das vorläufig in unserem Antrag zurückgestellt, um die Liste der äußerst dringenden Maßnahmen nicht zu sehr auszuweiten. Darüberhinaus gehen wir davon aus, dass die begonnenen Planungen der Neugestaltung der naturwissenschaftlichen Fachräume fortgeführt und zeitnah zu Ende gebracht werden." (pm)
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