V-Partei³ übergibt dem Landwirtschaftsausschuss des Bundestages vor entscheidender Sitzung über 153.000 Unterschriften für ein Ende der Ferkelkastration

Tierrechtsorganisationen waren ausgeschlossen

Berlin. In der Angelegenheit der betäubungslosen Kastration von Ferkeln erlebte die V-Partei³ die Widrigkeiten der großen Politik. In buchstäblich letzter Minute erklärte sich der Ausschussvorsitzende und Landwirt Alois Gerig (CDU) doch noch bereit, die Unterschriften der von der V-Partei³ am Weltvegantag gestarteten Petition kurz vor der Anhörung am Montag anzunehmen.

Der Bundesvorsitzende der Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer, Roland Wegner, reiste für die Übergabe eigens an und nahm davor an einer Demonstration am Brandenburger Tor für die Ferkelrechte teil. 

Übergabe kurz vor Sitzung
Begleitet wurde Roland Wegner vom Berliner Landesvorsitzendenden Detlev Göpel sowie Elke Weihusen und Gabi Göpel, die im Anschluss der öffentlichen Anhörung bewohnten.
Verwundert musste man zur Kenntnis nehmen, dass es dort fast ausschließlich um wirtschaftliche Interessen der Schweinezüchter ging. "Ein Schlag ins Gesicht für alle Tierrechtsorganisationen, von denen keine einzige geladen wurde", stellte Wegner ernüchtert fest. Für ihn und einige Verfassungsexperten ist die Nutztierhaltung sogar gänzlich verfassungswidrig. "Der im Art. 20 a des Grundgesetzes verankerte Tierschutz steht im Verfassungsrang der Berufs- und Religionsfreiheit nicht nach, was man auch z.B. im Umgang mit dem Schächten erkennt". Er fordert darüber hinaus Aufklärung und eine gesellschaftliche Debatte, weshalb schrittweise dringend neue Prozesse in der Nahrungsmittelproduktion eingeleitet werden müssen.
Ein erster Schritt wird die deutliche Verteuerung von tierischen Produkten sein. Die Betäubungspflicht männlicher Schweine bei der Kastration wird für höhere Preise sorgen, was die Nachfrage senken wird. "Geld kann keine Legitimation für einen barbarischen Umgang mit Lebewesen sein", so ein Auszug aus dem Text der Petition der V-Partei, die noch weiter freigeschaltet ist. https://www.change.org/p/ende-der-ferkelkastration
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