Videoüberwachung schafft keine Sicherheit

Frederik Hintermayr spricht sich gegen eine Überwachung des Königsplatzes aus
Frederik Hintermayr, Kreisvorsitzender der LINKEN in Augsburg erklärt zur Videoüberwachung des Königsplatzes, welche im November beginnen soll:

"Niemand bestreitet, dass Kamerabilder bei der Aufklärung von Straftaten helfen können. Videoüberwachung führt aber nachgewiesenermaßen keineswegs zu mehr Sicherheit. In Großbritannien etwa, wo an vielen Orten der öffentliche Raum fast flächendeckend überwacht ist, sind die Kriminalitätszahlen seit Einführung der Überwachung nicht gesunken. Die Überwachung mit Milliardeninvestitionen in Technik hat dort nicht zu mehr Sicherheit, sondern nur zu mehr Bespitzelung aller Menschen geführt. Die Bürgerinnen und Bürger in Augsburg haben nicht nur ein berechtigtes Bedürfnis nach Sicherheit, sondern auch ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Vielen Menschen ist es unangenehm, von Kameras beobachtet zu werden. Viele lehnen es ab, dass ihre persönlichen Daten gesammelt werden und möglicherweise an Dritte gelangen. Statt immer mehr Plätze mit Kameras auszustatten, muss doch das Ziel ein ganz anderes sein, nämlich dafür zu sorgen, dass Straftaten gar nicht erst verübt werden. Insbesondere auf öffentlichen Plätzen wie dem Königsplatz muss deshalb mehr Personal, das umfassend geschult und in der Lage ist, deeskalierend zu wirken, eingesetzt werden. Das brächte wirklich mehr Sicherheit!“
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