Von Alabama nach Hochzoll - MdB Ulrike Bahr besucht amerikanisches Patenkind

"In Deutschland gibt es einen superguten öffentlichen Nahverkehr!" und "Hier verbringt die Familie viel mehr Zeit miteinander" - das seien die größten Unterschiede zu ihrer Heimat in Alabama, USA, berichtete die 17-jährige Anna-Riley Settle der Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr. Im Rahmen des deutsch-amerikanischen Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) ist die 17-jährige für zehn Monate in Augsburg und lebt bei Familie Birgit und Michael Gut.

Ulrike Bahr besuchte die junge Frau, für die sie die Patenschaft übernommen hat, bei ihrer Gastfamilie in Augsburg-Hochzoll und plauderte bei Stollen und Adventskaffee mit ihr und ihren deutschen Eltern und Schwestern. Die Stipendiaten des PPP wirken als Junior-Botschafter und lernen durch den Aufenthalt die unterschiedlichen Lebensweise des jeweils anderen Landes kennen und leben in der Regel in Gastfamilien. Anna-Riley besucht die 10. Klasse des Gymnasiums Maria-Stern. Mit Freunden und mit ihrer Gastfamilie hat Anna-Riley schon viele Wochenendausflüge unternommen, um so viel wie möglich von Deutschland kennenzulernen, bisher war sie schon auf Schloss Linderhof, in Würzburg, München und Ulm.
Weil Anna-Rileys Vater in der Armee ist, hat sie als Kind sieben Jahre in Ramstein gelebt und in Garmisch Skifahren gelebt. Trotzdem konnte sie kaum Deutsch, als sie im August nach Deutschland kam. Inzwischen kommt sie gut zurecht mit der Sprache. Vor Elftklässlern im Maria-Stern-Gymnasium hat sie ein Referat über die USA gehalten mit besonderem Fokus auf dem Schulsystem. Heimweh habe sie bisher noch keins gehabt, berichtete Anna-Riley lächelnd: „Mein Bruder ist 15 Jahre alt, den vermisse ich aktuell gar nicht. Aber ich glaube, er vermisst mich als private Taxifahrerin!“
Zu Thanksgiving wurde bei Familie Gut der Tradition von Familie Settle folgend ein Truthahn mit süßen Kartoffeln, Bohnen und Speck gekocht. „Ich dachte bisher, Thanksgiving würde unserem deutschen Erntedankfest entsprechen, jetzt weiß ich es besser“, berichtet Gastvater Michael Gut.
Im Mai wird Anna-Riley im Rahmen ihres parlamentarischen Austauschprogramms für fünf Tage nach Berlin kommen. Ulrike Bahr sagte, sie freue sich, Anna-Riley dann ein bisschen von ihrem Berliner Leben zeigen zu können. Mit den Gasteltern war sich die Abgeordnete einig, wie wichtig die verschiedenen Austauschprogramme seien. „Es ist so viel wert, wenn junge Leute in die Fremde gehen und merken, dass das Fremde nicht eine Bedrohung, sondern eine Bereicherung sein kann“, so Bahr. Sie sei sehr dankbar, dass es so viele Gastfamilien gibt, die einer zunächst ganz fremden Person ihr Haus und ihre Herzen öffnen. Für Familie Gut ist Anna-Riley schon der zweite amerikanische Gast, den sie für viele Monate aufnehmen. Ihr eigener Sohn ist aktuell für viele Monate in Canada, um Land und Leute kennenzulernen. Als kleines Dankeschön überreichte Ulrike Bahr dem Ehepaar Gut einen Gutschein für eine politische Bildungsreise nach Berlin.
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