Weitere Baumfällungen am Herrenbach: Ab Montag wird Sperrzone eingerichtet

Am Herrenbach werden erneut Bäume gefällt. (Foto: Katharina Schwarzott)
 
(Foto: Stadt Augsburg)

Wegen erneuten Fäll- und Baumpflegearbeiten am Herrenbach gilt ab Montag, 3. Dezember, ein Betretungs-, Aufenthalts- und Badeverbot.

Wie die Stadt Augsburg mitteilt, wird die Sperrzone entlang des Herrenbachs zwischen Friedberger und Reichenberger Straße verlaufen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 6. Dezember.

Auf der Grundlage einer Allgemeinverfügung richtet die Stadt die Sperrzone ab Montag, 3. Dezember, 7 Uhr, im Bereich des Herrenbachs zwischen der Friedberger Straße und der Reichenberger Straße ein. "Damit ist verboten, die Sperrzone zu betreten, zu befahren oder sich innerhalb der Sperrzone aufzuhalten. Darüber hinaus besteht ein Bade-/Schwimmverbot im Hauptstadtbach zwischen der Brücke beim Heimgartenweg und der Friedberger Straße sowie unterhalb der Friedberger Straße", schreibt die Stadt Augsburg.

Herrenbach wird abgelassen

Grund für die Sperrzone sind Baumpflegearbeiten, Entfernung von Totholz und die Fällung von 17 Bäumen. Dazu werde zunächst der Herrenbach bis auf eine Restwassermenge abgelassen, indem der Schütz nördlich der Friedberger Straße abgesenkt wird. Sollte jemand in dem gekennzeichneten Bereich im Hauptstadtbach schwimmen - so die Stadt ungeachtet der winterlicher Temperaturen - bestehe die Gefahr, gegen die geschlossene Schützentafel getrieben und verletzt zu werden. Um diese Gefahr zu verhindern, schreibt die Stadt, werde Badeverbot für den Zeitraum des Ablasses angeordnet.

Nach dem Gutachten des Baumsachverständigen Andreas Detter (Büro TreeConsult Brudi&Partner) seien die Fäll- und Baumpflegemaßnahmen erforderlich.


Fällungen seien wegen Hochwasserschutz notwendig

Nach dessen Berechnungen können einige der zu fällenden Bäume im Falle eines Umkippens mit ihrem Wurzelteller den für die Stabilität der Uferwand erforderlichen Erdkörper beschädigen. Die Folge wäre, dass Wasser in das angrenzende Wohngebiet beziehungsweise in die Kleingärten fließt und Schäden an Personen und Menschen entstehen. Weitere zu fällende Bäume stehen in einem Abstand von bis zu einem Meter von der Uferwand und können infolge des Dickenwachstums der Wurzeln die Uferwand beschädigen.

Nach Schätzung der Fachleute dauern sämtliche Arbeiten bis voraussichtlich Donnerstag, 6. Dezember 2018, an.

Die Sperrzone wird zwischen der Friedberger Straße und der Heinestraße auf der Westseite durch den dort verlaufenden Gehweg begrenzt und auf der Ostseite durch die Grenzen der privaten Grundstücke.

Im Weiteren verläuft die Grenze der Sperrzone zwischen der Heinestraße und der Reichenberger Straße auf der Westseite des Kanals entlang des dort vorhandenen Geh- und Radwegs. Der Weg und die Kleingärten sind von der Sperrzone ausgeschlossen. Auf der Ostseite verläuft die Grenze entlang der Kleingartenanlage.

Die Sperrzone sei in dem dargestellten Umfang erforderlich, um zu verhindern, dass Personen in diesem Bereich zu Schaden kommen.

Wer darf die Sperrzone betreten?

Die eingerichtete Sperrzone darf nur von Personen, die mit der Fällung der Bäume beauftragt sind, sowie von Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Mitarbeitern des beauftragten Security-Unternehmens betreten werden.

Die vom Tierschutzverein Augsburg für die Betreuung des Taubenturms eingesetzten Personen sind befugt, zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten im Taubenturm die Sperrzone auf dem kürzesten Weg zu betreten und sich dort während der erforderlichen Arbeiten im Taubenturm aufzuhalten.

Sie müssen sich hinsichtlich des Zeitpunkts vorab mit dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen abstimmen und vor Ort ausweisen können.

Die Sperrzone und das Badeverbot bestehen so lange, bis die Schützentafel im Herrenbach nördlich der Friedberger Straße wieder vollständig geöffnet ist und das Wasser ungehindert in den Herrenbach fließen kann. (pm)
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