4:5 gegen Straubing: Wieder kein Heimsieg für den AEV

"Kämpfen bis zum Ende!" forderten die AEV-Fans. Daran mangelte es auch diesmal nicht, das Spiel wurde im ersten Drittel verloren.
 
Nach seinem 2:4 und 4:5 keimte jeweils Hoffnung auf: Daniel Schmölz (rechts; daneben David Sieler) erzielte seine ersten beiden Saisontore.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Schlecht angefangen, zurückgekämpft, aber letztendlich verdient ein Tor schlechter; Der AEV verliert gegen Straubing auch das dritte Heimspiel. Die Niederbayern überrannten die Panther im ersten Drittel, die erst nach dem 1:4 aufwachten und auf 3:4 rankamen. Nach mehreren Treffern ans Metall landete doch noch ein fünfter Puck im Augsburger Netz, aber auch nach diesem 3:5 wurde es noch einmal spannend. Mehr als das zweite Tor des Abends von Daniel Schmölz sahen die knapp 5000 Zuschauer nicht mehr, so dass nach sechzig Minuten nur die gut 300 mitgereisten Straubinger feiern konnten: Aus einem Punkt Vorsprung vor dem Spiel wurden vier und die Tigers sprangen auf Platz 2, während Augsburg dringend an seinem Penaltykilling arbeiten muss, um nicht auf Platz 11 zu versauern.

Tray Tuomie verordnete seiner Nummer 1 Oli Roy eine Pause, für ihn stand erstmals Markus Keller im DEL-Tor. Der Back-up hatte gleich viel zu tun, denn der EHC schnürte den AEV in den ersten zehn Minuten regelrecht ein – dass es danach nur 1:2 stand lag an Keller, der zwar den Puck zum 1:0 durch Turnbull aus spitzem Winkel passieren ließ, danach aber seine überfordert wirkenden Vorderleuten mehrmals rettete. Der zweite niederbayerische Treffer fiel – wie so oft, wie zu oft in dieser Saison – bei numerischer Unterlegenheit: Die Penaltykilling-Quote des AEV ist derzeit unterirdisch, und angesichts der knappen Ergebnisse für viele verlorene Punkte mitverantwortlich.

Schmeichelhaftes 1:3 nach zwanzig Minuten

Es half deshalb nur wenig und kurz, dass der Anschlusstreffer durch Sahir Gill quasi im Gegenzug fiel, denn Straubing stürmte weiter – und so stand’s zur ersten Pause 1:3.

Dem schmeichelhaften Zwischenergebnis folgte in Minute 23 Straubings 4:1, Benedikt Kohl hatte an alter Wirkungsstätte einen Schlagschuss ausgepackt und damit endlich die Augsburger wachgerüttelt. Denn plötzlich fighteten Tray Toumies Jungs zurück, erspielten sich Chancen und würgten schließlich zwei Pucks irgendwie ins Tor. Beim 2:4 drückte Daniel Schmölz die Scheibe durch die kleine Lücke zwischen Straubings Golie Jeff Zatkoffs rechtem Schlittschuh und dem Pfosten über die Linie, beim 3:4 stand Adam Payerl richtig und schubste ihn unter Zatkoffs linkem Schoner ins Netz – und plötzlich war die vermeintlich eindeutige Führung dahin und der AEV wie seine Fans wieder da.

Drei Punkte von Payerl, zwei Tore von Schmölz
– aber kein Punkt für die Panther

Laut und vorwärts ging‘s in den Schlussabschnitt, wo es bis zur 49. Minute dauerte, dann jubelten wieder die Niederbayern. Wieder war das Tor in numerischer Unterlegenheit gefallen, denn gegen Augsburg war eine Strafe angezeigt und Straubing spielte sich zu sechst vor Kellers Tor. Kael Mouillierat wurde zu wenig bedrängt und traf zum 5:3.
Der erneute Zwei-Tore-Vorsprung war aber noch keine Vorentscheidung, denn in der 53. Minute fälschte Daniel Schmölz einen Tölzer-Schuss unhaltbar für den zwischenzeitlich für den angeschlagenen Zattkoff eingewechselten Sebastian Vogl ab. Aber der Schlussspurt blieb aus, trotz Auszeit und sechs Feldspielern blieb es beim 5:4 für Straubing.

Sonntag in Wolfsburg, dann zweiHeimspiele

Am Sonntag geht‘s für die Panther nach Wolfsburg, ehe schon am kommenden Mittwoch das nächste Derby gegen Ingolstadt ansteht: Larry Mitchell, der Sportdirektor der Schanzer, hat den Gegner bereits vor Ort begutachtet. Am Freitag gastieren die Eisbären Berlin im Curt-Frenzel-Stadion.
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