8:1-Kantersieg: AEV zerlegt Schlusslicht Schwenningen

Start der vorgezogenen Silvesterparty: Jubel über Sahir Gills 1:0.
 
Auch Sopanens Schuss kam nicht aufs Tor, sondern wurde von Arvids Rekis (ab Neujahr 40 Jahre alt) geblockt.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Der ärmste Mann am Sonntagabend im Curt-Frenzel-Stadion war SERC-Torhüter Marco Wölfl: Bis zur 32. Minute hielt er mit vielen Paraden sein Team im Spiel, dass es zur „Halbzeit“ nur 1:0 für den AEV stand war hauptsächlich sein Verdienst – doch dann brachen alle Dämme. Einem Doppelschlag folgte kurze Hoffnung nach dem Anschlusstreffer, aber dann zog Augsburg davon und gewann auch in der Höhe verdient gegen das Schlusslicht vom Neckar.

Fotos vom Spiel

Nach den beiden Niederlagen in Krefeld und gegen Straubing hatte Mike Stewart seine Mannschaft umgestellt: Für den angeschlagenen Verteidiger Scott Valentine spielte Simon Sezemsky und statt Hans Detsch stürmte Marco Sternheimer. Im Tor vertraute AEV-Coach Mike Stewart auf Markus Keller, der einen relativ ruhigen Abend verleben durfte. Denn die Angriffsbemühungen der Neckarstädter versandeten oft schon im Mitteldrittel, spätestens an der Blauen Linie war meist Schluss – und was doch durchkam wurde weggeblockt oder landete bei Keller. Das Schussverhältnis von 19:6 im ersten Abschnitt spricht Bände, dabei waren zwei Pfostentreffer durch Sternheimer und Steffen Tölzer.

Da das Schiedsrichtergespann den Puck nach Tölzers Knaller im Tor vermutete bemühte es den Videobeweis – und versagte dem Tor die Anerkennung. Der AEV antwortete mit einem wütenden Angriff und einem schnellen "richtigen" Tor: Ein softer Pass in den Slot, den Sahir Gill aufnimmt und den Puck aus kurzer Distanz unter die Latte hebt – in der letzten Minute des Startabschnitts die verdiente Führung.

Drei Punkte von Sahir Gill, dann zerfällt der SERC

Gill, der Kanadier indischer Abstammung, spielte zuletzt stärker und scheint in der DEL angekommen zu sein, denn im Mitteldrittel ließ er dem Tor zwei Assists folgen. Erst traf jedoch der Topscorer: Matt White verwandelte einen Traumpass von Drew LeBlanc zum 2:0 (32. Minute), gefolgt von Matt Frasers 3:0, da war der Jubel der Fans übers 2:0 noch nicht verklungen. Gill hatte neben das Tor gepasst, Payerl auf Fraser zurückgelegt – Augsburgs Powerplay besteht nicht mehr nur aus einer effektiven Formation, auch Linie 2 trifft jetzt regelmäßig.

Zwei kleinliche Strafen gegen Rekis und LeBlanc ließen kurze Hoffnung keimen bei den Württembergern: Arvids Rekis war gerade zurück auf dem Eis, da verwandelte Antony Rech zum Anschlusstreffer (36. Min.) Die Freude der vielen mitgereisten Fans währte nicht lang, dann hatte wieder Augsburg einen Mann mehr auf dem Eis. Wieder ein Pass von Gill, diesmal quer übers Eis auf Brady Lamb, der den One-Timer unter die Latte hämmerte.

Hafenrichter und Payerl:
Doppeltes Doppelpack


Im Schlussabschnitt wurden den wilden Schwänen die Flügel vollends gestutzt: Zweimal Hafenrichter, von nah (43. Min.) und fern (45. Min.), gefolgt von zweimal Payerl bei Fünf-gegen-Fünf (50. Min.) und im Powerplay (54. Min.), damit beließen es die bayerischen Schwaben. Daniel Schmölz und Dominik Boháč lieferten sich noch ein schönes Scharmützel direkt vor der Fankurve, dann durfte endlich gefeiert werden. John Rogl bekam den Goldenen Gürtel vom Team und durfte vor den Fans die „Humba“ anstimmen – dem Verteidiger gelangen in seinem 52. Spiel die ersten beiden Punkte in der DEL.

DEG an Dreikönig: Karten werden knapp

2019 beginnt mit zwei Auswärtsspielen: Am 02.01. (Mittwoch) muss der AEV in Bremerhaven antreten, am 04.01. (Freitag) in Nürnberg. Im Curt-Frenzel-Stadion wird am Sonntag, den 06.01. ein Sonderzug aus Düsseldorf erwartet, die nächste volle Hütte beim Spitzenspiel gegen die DEG (Spielbeginn: 14:00 Uhr) ist absehbar – Karten sollten umgehend besorgt werden über den Online-Shop oder an den Vorverkausstellen.
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