AEV: 4 Spiele = 3.508 Kilometer + 9 Punkte

Ließ sich weder von Ingolstadts noch Iserlohns lauten Fans beeindrucken: Markus Keller beim Warmschießen durch Adam Payerl und Brady Lamb. Es folgte ein 3:1-Sieg.

Fünf Auswärtsspiele am Stück, das bedeutet 3.508 Kilometer im schwarzen Panther-Bus auf Deutschlands Straßen: Der AEV kam und kommt ganz schön rum – und bringt fleißig Punkte mit ins Curt-Frenzel-Stadion. Ein Shutout-Sieg in Schwenningen, ein 3:1 im Derby gegen Ingolstadt und ein spektakuläres Torfestival in Iserlohn, einzig die weite Fahrt nach Bremerhaven hatte sich nicht gelohnt, dort setzte es eine 0:4-Klatsche. Und am kommenden Freitag steht in Straubing das nächste Derby an. Das bedeutet 388 Kilometer im Bus und hoffentlich weitere drei Punkte.


Bildergalerie vom Derbysieg

Kürzeste Fahrt, stärkstes Spiel:
Derbysieg in Ingolstadt

Die kürzeste Fahrt stand am Freitag an, und die 164 Kilometer zur Saturn Arena hatten sich gelohnt, auch für die vielen mitgereisten AEV-Fans. Denn die Choreographie der Ingolstädter war noch nicht wieder eingepackt, da jubelte gegenüber schon der Augsburger Anhang: 1:0 nach 50 Sekunden, besser kann ein Derby nicht beginnen. Pielmeier im Schanzer Tor hatte schon bei erster Gelegenheit das Nachsehen, Simon Sezemskys Schuss war unhaltbar, denn Adam Payerl hatte ihm die Sicht versperrt. Der AEV nahm den Schwung mit in die Partie und zeigte nur drei Tage nach dem schwächsten Saisonspiel in Bremerhaven das bisher stärkste: Nach weiteren Toren durch Payerl und den bei Ingolstadt ausgemusterten Pat MacNeill nahm Augsburg verdiente drei Punkte aus Oberbayern mit.

Spektakel in Iserlohn:
Eine Zehenspitze verhindert das siebte Tor

Nach einer starken Derby-Leistung vertraute Mike Stewart auch in Iserlohn auf Markus Kellers Fangkünste, und der sollte ihn trotz sechs Gegentoren nicht enttäuschen. Denn erst hielt er dem Anfangsdruck der Sauerländer stand, dann ließ er sie maximal auf ein Tor wieder herankommen und hielt in letzter Sekunde den Sieg mit der Zehenspitze fest. Zuvor hatten seine Vorderleute einen vermeintlich beruhigenden 5:2-Vorsprung verspielt – und am Seilersee entwickelte sich ein Krimi: Ein Shorthander zum 5:3 zum Ende des zweiten Drittels, das 5:4 zu Beginn des Schlussabschnitts – die Roosters witterten ihre Chance und ließen sich auch durch Adam Payerls 6:4 nicht entmutigen, sondern schlugen sieben Minuten vor der Schlusssirene bei doppelter Überzahl nochmal zurück. Auch Christoph Ullmanns zweites Tor des Abends (57. Min.) war noch nicht die endgültige Entscheidung, denn Iserlohn bekam noch ein Powerplay zugesprochen und drängte mit sechs Feldspielern auf den Ausgleich. Fast mit Erfolg: 14 Sekunden vor dem Ende kombinierten die Ex-Augsburger Trupp und Matsumoto zum 6:7 – und dann war dem 7:7 nur noch Markus Kellers großer Zeh im Weg. Nicht jeder Augsburger Torwart schenkt in der Schlusssekunde Punkte her...

Nach den 388 Kilometern nach Niederbayern folgen endlich wieder Heimspiele für den AEV: Am Sonntag gastiert die negative Überraschung Wolfsburg im Curt-Frenzel-Stadion, am Freitag darauf die positive aus Krefeld. Spielbeginn ist jeweils um 19:00 Uhr.
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