AEV: Niederlage gegen das Schlusslicht

Neuzugang Jordan Samuels-Thomas sucht eine Chance Straubings Keeper Sebastian Vogl zu überwinden.
 
Der AEV am Boden - ein Bild mit Symbolcharakter
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

War’s das mit den Playoffs? Nach der Heimniederlage gegen das Schlusslicht Straubing schwimmen die Pantherfelle den Lech hinab und sind schon fast in Gersthofen: Sieben Punkte Abstand auf Playoff-Platz 10 bei nur noch fünf verbleibenden Spielen.

Dabei ging das Spiel wie gewünscht los, schon nach einer Minute stand es 1:0. Aber die Niederbayern kämpften sich zurück und glichen im Mitteldrittel aus. Dasselbe Spielchen im Schlussabschnitt: Eine schnelle AEV-Führung, und diesmal folgt nicht nur der Ausgleich, sondern auch Straubings Siegtreffer.

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Parkes, Trupp und Davies verletzt:
87 Punkte auf der Tribüne

Schlechte Nachrichten gab es vor dem Spiel: Zu den verletzten Trevor Parkes und Mike Davies gesellte sich wegen einer Oberkörperverletzung aus Schwenningen auch noch Evan Trupp, so saßen 87 Punkte bei den Spielerfrauen hinterm Tor. Zu seinem ersten Heimeinsatz kam Neuzugang Jordan Samuels-Thomas, der noch auf der Bank gleich das erste AEV-Tor bejubeln konnte: Matt White hatte David Stieler angespielt, der erst an Sebastian Vogl im Straubinger Tor scheiterte, den Nachschuss aber über den Umweg über Vogls angeschossenes Bein doch noch im Netz unterbrachte. Ein Traumstart ins wichtige Spiel, die zweite Chance saß - zuvor war TJ Trevelyan mit einem Bauerntrick gescheitert.

Die Niederbayern sind längst raus aus dem Playoff-Rennen und können befreit aufspielen – außer um den Derbysieg geht es bei ihnen um nichts mehr. Und so traten sie auch auf: Unerwartet offensiv erspielten sie sich eine Feldüberlegenheit, während Mike Stewart seiner Truppe eine eher defensive Taktik vorgegeben hatte, Olivier Roy hatte entsprechend keinen ruhigen Nachmittag, hielt aber lange fehlerlos und die knappe Führung fest. Die Panther hatten natürlich auch Chancen, aber Vogl fing einen Puck, den Neuzugang Samuels aus kurzer Distanz abgefeuert hatte, ebenfalls parierte er gegen Drew LeBlanc und Daniel Schmölz. Wohl auch aufgrund der Reihenumstellungen funktionierte das sonst sehr gute Powerplay des AEV nicht wie gewohnt, hier zeigte sich das Fehlen der drei Verletzten besonders. Aber auch bei fünf gegen fünf sahen die über 5.000 Fans spielerische Aktionen fast ausschließlich von der ersten Reihe – der Rest stemmte sich weitgehend gegen die Niederbayern, die sich immer wieder vor Roy festsetzen konnten.

Defensive Taktik geht nicht auf

Dasselbe im Mitteldrittel: Straubing suchte den Ausgleich, Augsburg stand defensiv. Das funktionierte bis zur 29. Minute ganz gut, dann legte Mike Hedden schön zurück auf Mike Connolly. Der Ex-Augsburger wurde unsanft von Arvids Rekis am Schuss gehindert, die deshalb durchrutschende Scheibe kam zu Williams: Rekis musste die angezeigte Strafe nicht absitzen, denn Williams traf zum 1:1.

Das Spiel blieb insgesamt bestenfalls durchwachsen, Thomas Holzmann sprach nach Spielschluss von „einem unserer schlechtesten Saisonspiele“. Aber zunächst hielt Roy sein Gehäuse sauber und zu Beginn des Schlussabschnitts erlöste Daniel Schmölz die mitfiebernden Fans. Valentine hatte vors Tor geschlenzt, Schmölz unhaltbar abgefälscht. Die Schwaben versuchten das Momentum zu nutzen und nachzulegen, hatten in der Folge die beste Phase des gesamten Spiels. Auch das Überzahlspiel sah jetzt passabel und gefährlich aus, die Führung konnte jedoch nicht ausgebaut werden. Das rächte sich: Puckverlust beim Spielaufbau, die Scheibe kommt von Hedden aufs Tor und wird von Rekis ins eigene Tor gerutscht; Roy hatte keine Chance über den im Torraum liegenden Verteidiger hinweg die Scheibe zu sichern. Augsburg stürmt weiter, die defensive Taktik war länst umgestellt auf „Panthers Hockey“ mit zwei Forecheckern, doch dazwischen kam ein Glückspass von Alexander Oblinger: Der Puck kam den weiten Weg über die Bande hinterm Tor in die Kurve, Oblinger schießt ihn aus der Luft vors Tor, wo der zum Stürmer umfunktionierte James Bettauer die Kelle reinhält und das Spiel dreht. Die AEV-Versuche werden immer verzweifelter, aber auch zu sechst gelingt der Ausgleich nicht mehr.

In Berlin und gegen Ingolstadt zum Siegen verdammt

Damit müssen die Panther auf passende Ergebnisse der Konkurrenz hoffen und sind selbst zum Siegen verdammt: Am Mittwoch in Berlin und am Freitag gegen Ingolstadt müssen sechs Punkte her, nur so bleibt auch nach der Olympiapause noch ein Fünkchen Hoffnung übrig.

15 Punkte sind noch zu holen, Düsseldorf ist drei Punkte vorn, zum Freitagsgegner Ingolstadt sind es acht Punkte. Zum Schluss geht es gegen Bremerhaven (9 Punkte vor dem AEV), Wolfsburg (10) und zuletzt kommt es vielleicht zu einem Endspiel gegen die Adler aus Mannheim, die aktuell sieben Punkte mehr auf dem Konto haben.
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