AEV unterliegt EHC München mit 0:2

Gemeinsam gekämpft, gemeinsam mit 0:2 gegen den EHC München verloren (Foto: G. Stadler)

Die DEL-Toppartie des Freitagabends fand vor voller Hütte im Curt-Frenzel-Stadion statt. 6139 Eishockeyfans wollten das Duell zwischen den Augsburger Panthern und der Brausetruppe aus München sehen. Beide Mannschaften verstanden es über weite Strecken des Spieles gefährliche Situationen in der Gefahrenzone zu unterbinden und zeigten ihre Defensivqualitäten. Schließlich gelang den Gästen in der 56. Minute der Lucky Punch des Abends.

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Die Panther bzw. Trainer Mike Stewart mussten lediglich auf Kapitän Steffen Tölzer und T. J. Trevelyan verzichten. Letztere ist seit Kurzem eine echter bayerischer Lechschwabe bzw. deutscher Staatsbürger. Nach seinem Shutout in Nürnberg bekam wieder Olivier Roy den Vorzug im Raubtierkasten.

Drittel 1

Die erste gute Chance hatten die Panther in Person von Matt White, der seinen Sololauf aber nicht an Danny aus den Birken vorbei ins Tor bringen konnte. Generell entwickelte sich von Anfang an auf beiden Seiten ein sehr dynamisches Spiel mit Zug zum Tor. Zunehmend stärker werdende Panther konnten in der 8. Spielminute das erst Powerplay erzwingen (Emil Quaas, Halten). Zuvor hatten Drew LeBlanc (7.) und Adam Payerl (8.) gut Gelegenheiten für den AEV. In der 14. Spielminute agierte Sahir Gill an der eigenen Blauen Linie etwas unglücklich und wurde für eine Check gegen das Knie mit einer persönlichen Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis geschickt. Für den Rest der Mannschaft bedeutet eine derartige Strafe automatisch fünf Minuten Unterzahl. Und die Freunde klebriger Getränke zeigten ein sehr schwaches Überzahlspiel bzw. die Augsburger Panther ein hochkonzentriertes Penaltykilling: Spielstand nach 20. Minuten 0:0. 


Drittel 2

Die Gäste von der Münchner Schotterebene kamen besser aus der Kabine und konnten einen aufmerksamen Olivier Roy gleich mehrmals testen. In der 25. Minute musste Arvids Rekis vom Eis, Tatbestand Hoher Stock. Das sehr durchschnittliche Münchner Powerplay war aber schon nach einer knappen Minute vorbei, John Mitchell erhakte sich ebenfalls zwei Minuten (26.). Die Dynamik des Anfangdrittels konnten beiden Mannschaften nicht beibehalten. Es mehrten sich die stocktechnischen Fehler auf beiden Seiten. Frank Mauer gab den Panthern per Hakens die nächste Überzahlgelegenheit. Aber auch die Panther blieben im Powerplay zu harmlos. Dann wurde es für ein paar Sekunden spektakulär, der Münchner Frank Mauer traf ans Kreuzeck (36.), nicht ins Kreuzeck, im Gegenzug konnten die Panther, in Person von White, einen haarsträubenden Pass von von der Birken nicht ins leere Tor unterbringen. Letztendlich behielt der Gästegoalie die Oberhand. Das Mitteldrittel konnten der AEV in Überzahl beenden, Keith Aulie musste in der 39. Minute wegen Beinstellens in die Kühlbox. Aber dem Powerplay der Panther fehlte letztendlich das Überraschungsmoment.


Drittel 3

Das letzte Drittel durften die Hausherren in Überzahl beginnen. Die beste Möglichkeit der Anfangsminuten hatten aber die Gäste durch Aulie, der in der 45. Minute die Querlatte aus der Mitteldistanz trafen. Die Defensivleistung beider Teams prägten auch das Abschlussdrittel. Es wurde geblockt und weggestochert was das Zeug hielt. Mit nachlassender Kraft wurden aber die Offensivbemühungen gefährlicher und München konnte sich immer häufiger und länger im Pantherdrittel festsetzten, die Panther aber immer wieder Nadelstiches setzten. Der Lucky Punch zum 0:1 gelang schließlich den Brausebuben in der 56. Minute, Torschütze Max Daubner. Und dann wurde es nochmal spannend. Zwei Minuten vor Drittteleende musste der Torschütze wegen Stockschlags auf die Strafbank. Aber die Panther konnten auch diese Powerplay nicht in ein Tor ummünzen. Daubner konnte nach seiner Strafe sogar noch auf 0:2 erhöhen. Roy hatte seinen Arbeitsplatz zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen.
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