AEV unterliegt Tabellenführer Mannheim mit 2:6

Stehende Ovationen trotz 2:6 Niederlage gegen Mannheim - das spricht für sich (Foto: G. Stadler)
 
Etwas geknickt - Torschütze und aktueller Tabellendritter Braden Lamb (Foto: G. Stadler)

Eine Nummer zu groß war Tabellenführer Mannheim beim letzten Heimspiel der Regular Season am Freitag Abend in Augsburg. Die Panther konnten zweimal in Führung gehen, das Momentum wechselte mit einem strittigem Tor für die Kurpfälzer, die letztendlich mit 2:6 gewinnen konnten. In Summe konnten die Mannheimer unter Beweis stellen warum sie Tabellenführer der DEL sind. Nichtsdestotrotz bleiben die Panther auf Tabellenplatz 3. Verfolger DEG wie Kölner Haie verloren ebenfalls ihre Partien.



Bilder vom Spiel Augsburger Panther - Adler Mannheim

Mit 6139 Eishockeyfans war das Curt-Frenzel-Stadion bereits zum 10 mal ausverkauft. Zu Gast waren die Adler Mannheim, der Tabellenführer, der mit einem DEL Punkterekord die Regular Season beenden wird. Das letzte Spiel vor den Playoffs findet in Krefeld statt und die Panther können sich aus eigener Kraft den dritten Tabellenplatz erkämpfen und sich somit das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale sichern.

Im Tor begannen der AEV wieder mit Olivier Roy, James Arniel musste als überzähliger Ausländer auf der Tribüne platz nehmen, Adam Payerl war nach seiner Sperre wieder zurück auf dem Eis, Hans Detsch bekam den Vorzug vor Marko Sternheimer und nach wie vor verletzt ist Arvids Rekis.



Drittel 1

Mannheim zeigt von der ersten Minute an warum sie Tabellenführer sind. Aber die Panther versteckten sich zu keinem Moment und zeigten ihrerseits warum sie auf dem dritten Tabellenplatz rangieren. Die erste große Chance hatte Mannheim in Person von David Wolf, der in Spielminute 5 allein auf Olivier Roy zu gehen konnte. Der Panthergoalie blieb im zweiten Nachfassen Sieger. Zwei Minuten später konnten die Panther den Mannheimer Goalie Endras zu einer starken Parade zwingen. In der 8. Minute konnte sich der Augsburger Topscorer Matt White prima in Szene setzen, sein Schuss traf aber nur den Pfosten.

Ein Haken machte den Weg fürs erst Adler Powerplay frei, Drew LeBlanc musste zum Unwillen der Pantherfans vom Eis (11.). Die Gäste zeigten ein starkes Powerplay, die Panther hielten mit starkem Penaltykilling dagegen. Besonders hervorzuheben waren Braden Lamb und Steffen Tölzer, die mit bedingungslosem Körpereinsatz zwei gefährliche Situationen entschärfen konnten. Aber auch die Adler kamen nicht ohne Strafen aus (Benjamin Smith, Beistellen, 16.). Letztendlich konnte sich das Augsburger Powerplay nicht wirklich gegen das aggressive Unterzahlspiel der Gäste durchsetzen.

Drittel 2

Das Mitteldrittel ging mit einer unnötige Strafe für die Panther los. Simon Sezemsky beförderte den Puck in der 21. Minute unbedrängt über das Plexiglas. Aber David Wolf wollte nicht, dass seine Mannheimer Überzahl spielten und folgte nur wenige Sekunden später ebenfalls auf die Strafbank (Beinstellen, 22.). Und bei vier gegen vier war Matt White mit einem Solo zur Stelle. Den ersten Schuss konnte Denis Endras noch parieren, aber den Rebound konnte White zum 1:0 einnetzen. Der Ausgleich fiel in der 27.Minute. Nach einem unglücklichem Puckverlust an der Blauen Linie konnte Brent Raedeke den Puck über den Schoner von Roy ins Tor befördern. Nur wenig später konnten die Panther mit 2:1 wieder in Führung gehen (29.). Torschütze in Flügelstürmermanier war Braden Lamb, der mit einem prima Schuss Endras keine Chance ließ. Ein abgefälschter Schuss brachte Mannheim wieder den Ausgleich, Torschütze Raedeke (34.). Eine weitere unnötige Strafzeit, diesmal durch Scott Valentine (Stockchecks, 35.) leitete den nächsten Treffer der Gäste ein. Zunächst rettet noch der Pfosten, aber kurz danach war Olivier Roy geschlagen. Somit konnten die Adler erstmals mit 2:3 in Führung gehen. Den ziemlich aktiven Kick von Torschützen Smith gegen den Puck hatten die Schiedsrichter großzügig übersehen. Es wurde kein Videobeweis bemüht. Nur 30 Sekunden später konnten die Kurpfälzer die Führung auf 2:4 ausbauen (37.). Mannheim gewann ein Bully im Augsburger Drittel und Matthias Plachta zog sofort ab.

Drittel 3

Die Vorentscheidung fiel bereits in der 42. Minute. Die Panther bekamen den Puck einfach nicht aus der Gefahrenzone, Garrett Festerling sagte mit dem 2:5 Danke. Ein Stockschlag von Wolf brachte den Panthern die Möglichkeit auf ein Powerplaytor (46.), aber hier muss der berühmte Satz mit x zitiert werden. Matt White scheiterte in der 49. Minute mit einem witeren Alleingang an Endras. Eine weitere Unterzahl brachte den Panther ein Bandencheck von Valentine ein (52.). Und Raedeke bedankte sich mit seinem dritten Treffer zum 2:6. Aber die Panther wollten sich noch nicht geschlagen geben. Ein Doppelpfosten, u. a. war Daniel Schmölz ganz nahe dran am dritten AEV Treffer, ließ die Pantherfans nochmals lautstark werden. Die kleine Drangphase wurde schließlich durch ein Foul von Fersterling unterbrochen (56.), die anschließende Überzahl blieb ohne zählbares.
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